Im Rahmen des Ferienprogramms waren gestern neun Schüler aus Murg bei der H.C. Starck in Rhina zu Gast – morgen sind dann die Kinder und Jugendlichen aus Laufenburg an der Reihe.
Die Chemietechnikerin und Ausbilderin Michaela Kaiser, ihre Mitarbeiterin Gabi Meisel und die Lehrlinge Fabio D'Elia, Tony Steinebrunner, Kevin Kehl, Alexander Donau und Dominik Hurst, die eine Ausbildung zum Chemikanten machen, nahmen die Gruppe in Empfang und führten sie in das Ausbildungslabor. Dort stellten jeweils zwei Schüler unter Aufsicht eines Lehrlings mit Fruchtsaft, Zucker und Gelatine Gummibärchen her, anschließend durften sie farbige Kunststoffgranulate zu Schlüsselanhängern verschmelzen und eine Seifenblasenlösung mit Spülmittel, Glycerin und Puderzucker produzieren. „Wenn ihr jüngere Geschwister habt, könnt ihr damit punkten“, sagte Michaela Kaiser. Nach dem von der Firma spendierten Mittagessen wurde es schon etwas anspruchsvoller, als die Schüler Metallsalze mittels Flammenfärbung identifizierten und Ammoniumsalze mit einem Indikatorpapier nachwiesen.
Die Zwölf- bis 13-Jährigen hatten großen Spaß beim Experimentieren, und auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, einen Beruf im Bereich der Chemie zu erlernen, zeigten sie sich nicht abgeneigt. Die Berufsaussichten seien gut, so Michaela Kaiser, weil es am Hochrhein mehrere Chemie- und Pharmafirmen gebe. Die H.C. Starck nimmt jedes Jahr sechs neue Lehrlinge auf. Es sei jedoch nicht ganz leicht, qualifizierte Bewerber zu finden, sagte die Ausbilderin. Erwartet werde ein Realschul- oder ein guter Hauptschulabschluss. In den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern dürfe der Notendurchschnitt nicht schlechter sein als 3,5, dann werde man zum Vorstellungsgespräch und zum Einstellungstest eingeladen.
