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19.05.2012  |  0 Kommentare

Lottstetten Zum Andenken an „Freddy“

Lottstetten -  Gruppe möchte mit Party an Alfred Knöpfle und sein Tanzlokal Rheinblick erinnern. 500 Unterstützer bei Facebook

Alfred „Freddy“ Knöpfle betrieb das Rheinblick im Lottstetter Ortsteil Balm.  Bild: Privat

Sie wollen die Freddy-Zeiten in Lottstetten neu aufleben lassen (v. l.): Heike Kehl-Schiffler, Sandy Davies, Armin Krämer, Astrid Metzger-Heber und Thorsten Brückel.  Bild: güntert



Die guten alten „Freddy-Zeiten“ wollen ehemalige Gäste vom Lottstetter Tanzcafé „Rheinblick“, wie es offiziell hieß, zurückholen. Goldene Zeiten hatte der „Freddy“, wie die Disco im Ortsteil Balm genannt wurde, in den achtziger Jahren. Es war Wochenende, das Lokal war brechend voll – DJ René legte „Mendocino“ auf – „Freddy- Time“ war angesagt und die Welt war in Ordnung.

Dieses Hoch reichte bis in die neunziger Jahre. Danach wurde es ruhiger. Eine andere Zeit, andere Interessen. Heike Kehl-Schiffler aus Griessen schwelgte wieder einmal in dieser alten Zeit, als sie am 21. April die Facebook-Gruppe „Die guten alten Freddy Zeiten“ gründete, die mittlerweile etwa 500 Mitglieder hat. Man erinnert sich gerne an die Zeiten beim „Freddy“. An die Wochenend-Disco, die erste Liebe und an ewige lange Tanzabende. Nun hat sich mit Heike Kehl-Schiffler, Astrid Metzger-Heber, Thorsten Brückel, Sandy Davies, Irmgard Kromer und Armin Krämer ein Organisationsteam gegründet. Armin Krämer ist der ehemalige Wirt vom Lottstetter Café Engelscheune, das es zu jener Zeit gab. Er kam extra aus Kappel-Grafenhausen bei Rust zur Teamsitzung angereist. Freddies Kinder Marion und Markus sind Ehrenmitglieder der Gruppe.

Alfred „Freddy“ Knöpfle ist im Jahr 2002 im Alter von 54 Jahren gestorben. Sein Tod löste ein großes Medieninteresse aus, da er als Notfall von verschiedenen Krankenhäusern nicht angenommen wurde. Seine Ehefrau Gordana verstarb 2008. Die Betreiber vom „Rheinblick“ wechselten dann mehrmals. Nach einem Brandschaden wurde die Immobilie umgenutzt. Seither ist dort ein Gastronomiebetrieb nicht mehr möglich. Die Gruppe sucht nun nach Sponsoren und einer Halle, wo im Herbst eine Freddy-Party stattfinden kann. Abtanzen zur Musik der 80er Jahre und Erinnerungen austauschen. Sandy Davis erinnert sich an die Mauer beim Eingang: „Dort wurde diskutiert, lamentiert, gestritten, geraucht und geknutscht“, weiß sie noch. Thorsten Brückel, der eine Freddy-Homepage erstellt, ist stolzer Besitzer einer speziellen Single, die er von Fredddy bekam: „Gute Nacht Freunde“, von Reinhard Mey. „Dieser Song lief immer ganz am Schluss des Abends“, erinnert sich Brückel wehmütig. „Freddy war immer eine ehrliche Haut und hätte einem sein letztes Hemd gegeben“, sagte Krämer.

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