Lottstetten Männerechor als Wohlfühlverein
Beim Lottstetter Männerchor erhält Vorsitzender Max Henes (rechts) Unterstützung von Eric Rehm, Bernhard Wick und Arnulf Maier (von links). Bild: Günter
Bei der Generalversammlung vom Männerchor „Eintracht 1847“ kündigte der Vorsitzende Max Henes seinen Rücktritt an, der in zwei Jahren vollzogen wird. Die gesamte Vorstandschaft wurde ansonsten einstimmig für weitere drei Jahre gewählt. Das Führungsgremium wurde durch die zusätzlichen Beisitzer Arnulf Maier und Bernhard Wick erweitert. Zudem kommt der junge Eric Rehm als „Azubi“ dazu und wird so für weitere Aufgaben im Verein vorbereitet.
Zu Beginn der Versammlung wurde für das Ehrenmitglied Fritz Merkt, der am 17. Mai verstarb, eine Gedenkminute eingelegt. Der Männerchor hatte im vergangenen Jahr sieben Proben und sechs öffentliche Auftritte. Dazu kamen fünf interne Veranstaltungen. Max Henes und Dirigent Georg Boller zogen ihr Fazit über das kürzlich aufgeführte Jahreskonzert. „Es war ein gutes Konzert“, waren sie sich einig. Georg Boller bezeichnete den Lottstetter Männerchor als „Wohlfühlverein“.
Manuela Danner, Leiterin von Kinderchor und Jugendchor, war für die Aufführung des Kindermusicals „Tuishi Pamoia“ verantwortlich. Zu dem Stück wurde eine eigene Choreographie einstudiert und eigene Kostüme angefertigt. „Der Spaßfaktor der Kinder ist das Ziel“, so Danner. Bei Jugendlichen gilt Chormusik meist als uncool. In Lott-stetten ist das mittlerweile nicht mehr der Fall. Schatzmeister Peter Lendholdt verkündete den positiven Kassenbericht. Bürgermeister Jürgen Link lobte den durchschnittlichen Probenbesuch von 87 Prozent und bezeichnete den Verein als hervorragende Botschafter für die Gemeinde.
Der Probenraum im ehemaligen Postsaal soll akustisch aufgewertet werdet. Für diese Umbaumaßnahmen sind 1500 Euro und eine Menge Herzblut notwendig. Max Henes berichtete von der Kooperation Schule-Verein. Der Lottstetter Rockmusiker Stefan Meier alias Steve Kingston probt einmal wöchentlich mit Kindern der Grundschulklassen drei und vier und produzierte im Tonstudio die Single „Schule ist wichtig“.
Bezeichnend für die „Eintracht“ im Verein war eine besondere Geste des Probenbesten Arno Fries, der sein Weinpräsent an den Sängerkameraden Bernhard Wick weiterreichte. „Bernhard ist es durch seine Schichtarbeit nicht möglich, in den Genuss einer solchen Ehrung zu kommen“, so Fries.
