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Lörrach Schuss trifft Katze am Kopf

Jemand zieht seine Luftpistole und schießt damit aus nur wenigen Metern Abstand einer jungen Katze direkt in die Stirn. Kaum vorstellbar, doch genau das ist zwischen Montagnacht und Dienstag, 3. und 4. Juni, in Lörrach-Stetten passiert.

Die Besitzer, die namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchten, fanden ihre Katze am Nachmittag des 4. Juni in ihrem Hof.
„Sie lag da in der Sonne an unserem Gartentörle und hat sich nicht geregt und auf unser Streicheln nicht reagiert“, erzählt die Besitzerin, die den Vorfall bis heute nicht verstehen kann. Doch die Katze lebte – und von einer Verletzung war nichts zu erkennen. „Aber sie verhielt sich komisch. Als wir sie ins Haus gebracht haben, lief sie nur im Kreis herum“, sagt die Frau weiter. Die Familie brachte die nicht einmal einjährige Katze zum Tierarzt, der sie auf mögliche Verletzungen hin röntgte, doch es konnten keine Knochenbrüche festgestellt werden.
Auch am nächsten Tag habe das Tier, das sonst „eine richtige Räuberin“ sei, nur im Haus gelegen. Erneut suchte die Familie den Tierarzt auf. „Und dann haben wir an ihrem Kopf eine ganz kleine verklebte Stelle im Fell wahrgenommen“, erzählt die Lörracherin. Völlig unscheinbar sei sie gewesen. Ihr Mann habe spontan gesagt, „da wird doch wohl keiner geschossen haben“. Doch bei einer Röntgenaufnahme des Kopfes bestätigte sich genau das: Die Katze hatte eine Kugel im Kopf. „Sie ist durch die Stirn rein, quer durchs Großhirn und am Ohr gelandet“, erklärt die Besitzerin. In einer aufwendigen Operation konnte der Tierarzt die Kugel aus dem Kopf der Katze entfernen. Nun erholt sie sich langsam von dem Angriff. „Was davon zurückbleibt, wissen wir nicht.“ Die Katze sei immer sehr menschenanhänglich gewesen.

„In den ersten acht Wochen, in denen wir sie hatten, ist sie mir wie ein Hund hinterhergelaufen“, so die Lörracherin.
Die Familie erstattete bei der Polizei eine Anzeige gegen unbekannt. Anhand der Kugel konnten die Beamten eindeutig feststellen, dass der Täter mit einem Luftgewehr oder mit einer Luftpistole geschossen hat. „Und die kann wohl jeder über 18 Jahren haben“, so die Frau. Zudem muss er beim Schuss nur drei bis sieben Meter von der Katze entfernt gestanden haben. „Ganz gezielt also.“ Der Fall laufe unter Sachbeschädigung.
An welchem Ort auf die Katze geschossen wurde, ist nicht klar. Die Besitzer wohnen im Gebiet zwischen Schiller-, Hermann-Albrecht-, Kreuzstraße und Stettengasse. Wie weit das Tier allerdings nach dem Angriff gelaufen ist, bis es zuhause ankam, ist schwer einzuschätzen. Und auch die Frage, was einen Menschen dazu bringt, einer harmlosen Katze in den Kopf zu schießen, bleibt wohl nicht nur für die Besitzer der Katze ein unlösbares Rätsel.

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