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Lörrach Phaenovum für die Kleinen

29.06.2011
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Lörrach – Das Schülerforschungszentrum Phaenovum, das sich an Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab der fünften Klasse wendet, weitet sein Angebot aus: Nach den Sommerferien geht Phaenovum Junior an den Start und verfolgt das Ziel, Grundschulkinder in Lörrach für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.Im Bildungsplan für die Grundschulen ist Experimentieren zwar enthalten, doch meist scheitert es daran, dass Arbeiten in Kleingruppen nicht möglich ist. Phaenovum Junior soll dieses Problem in enger Zusammenarbeit mit den Eltern angehen, wie Innocel-Geschäftsführerin Diana Stöcker erklärt.

Ein naturwissenschaftlicher Elternexperte bildet zusammen mit einem Lehrer ein Tandem, das unterstützt wird von Projektmitarbeitern von Phaenovum Junior. Weitere Eltern sollen hinzukommen und geschult werden, so dass Kleingruppenarbeit von vier bis sechs Schülern möglich wird. In jedem Schulhalbjahr über die gesamte Grundschulzeit findet eine Experimentiersequenz mit vier bis sechs Doppelstunden statt, so dass am Ende der Grundschulzeit jeder Schüler mindestens 28 Schulstunden mit eigenhändigem Forschen und Experimentieren zugebracht hat. Zunächst ist das Projekt auf vier Jahre angelegt.

„Unser Wunsch ist natürlich, dass es weiterläuft und das Know-how in der Schule weitergegeben wird“, sagt Diana Stöcker. Die Inhalte der Experimentiersequenzen sind im ersten Schuljahr Schwimmen und Sinken sowie Lösen von Feststoffen, in der zweiten Klasse Kraft und Hebel sowie Luft, in der dritten Klasse Nachweis von Stärke sowie Magnetismus und Kompass und in der vierten Klasse Elektrizität sowie Optik. Gearbeitet wird mit speziell für Phaenovum Junior ausgearbeiteten Experimentierleitfäden und Materialkisten. Sie wurden von einer Fachberaterin des Schulamts optimiert, und das Projekt wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren an der Fridolinschule in Stetten sowie an den Grundschulen Tumringen und Inzlingen erprobt.

Im kommenden Schuljahr wird es an allen Grundschulen in Lörrach eingeführt. Längerfristig soll auch der ganze Landkreis davon profitieren, wie Schulamtsleiter Helmut Rüdlin sagt. Er hält es auch deswegen für sinnvoll, weil Naturwissenschaft nicht gerade im Mittelpunkt der Ausbildung von Grundschullehrerinnen steht. Durch Experimentieren werden aber Kompetenzen angesprochen, welche die Kinder entwickeln müssen. Das sind nicht nur personale, soziale und fachliche Kompetenzen, die Kinder lernen an diesem Modell auch, was es bedeutet, in der Gruppe zu arbeiten, stellt der Schulamtsleiter fest, der in Phaenovum Junior Modellcharakter auch für ganz Baden-Württemberg sieht.

Die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, die seit 2007 schon dem Phaenovum finanziell zur Seite steht, ebenso wie den Forscher-Kids im Kindergarten und dem Science-Lab, unterstützt auch Phaenovum Junior, und zwar mit 70 000 Euro für die zunächst geplanten vier Jahre. Die Sparkasse habe sich die Unterstützung junger Menschen auf die Fahnen geschrieben, und gerade die Förderung möglichst breiter Bildungschancen und Kulturangebote halte man für die Entwicklung junger Menschen für wichtig, sagte André Marker, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse. Und: In einer Hochtechnik-Region wie Baden-Württemberg sei es besonders wichtig, naturwissenschaftliches Interesse zu wecken.

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