Lörrach Hier bekommen Célines Lieder den letzten Schliff

Die Lörracher Sängerin Céline Huber arbeitet mit Frank Schulz im Tonstudio an ihrem eigenen Album – Crowdfunding macht es möglich.

„Genial! Wir haben es geschafft“ schrieb Céline Huber in der Dankesmail an alle, die an die junge Sängerin und Songwriterin aus Lörrach geglaubt und das mit finanzieller Unterstützung beim Crowdfunding bekräftigt haben. „Die neuen Songs können nun ihre Wege aus dem Verborgenen in die weite Welt finden“, freut sich Céline.

Ihre CD „Auf der Suche“ entsteht gerade im Pro Ton Music Tonstudio von Frank Schultz in Neuenburg. Dort wird bei einem Besuch schnell klar, dass zwei Partner kongenial zusammengefunden haben. Hier die Sängerin, die nur mit Klavier und Stimme komponiert. Dort der Produzent und Vocalcoach, den sie seit ihrer Voicelab-Ausbildung gut kennt. „Damals habe ich mitbekommen, dass Céline selbst Lieder schreibt. Die fand ich so toll, dass ich sie in homöopathischen Mengen anpiepste, ob sie mir nicht mal zwei Songs geben könnte“, erzählt Frank Schultz. Als die Zeit dafür reif war, bekam er „Auf der Suche“ und „Mein Herz“. Beide bürstete er ordentlich gegen den Strich – um zu sehen, was sie sagt, wenn er ihre „Kinder“ in ein anderes Kleid steckt.

„Ich fand das cool und war gespannt, was daraus wird. Und genau das habe ich gebraucht. Beide Lieder haben sich extrem verändert.“ Der Produzent nennt das „rausholen, was drin steckt und klarer herausarbeiten, der Mittler sein.“ Frank Schultz weiß, welche Styles bei welcher Musik funktionieren. Sie schätzt an ihm, dass er jeweils das passende Stück aus seinem Rucksack herausholen kann. Das funktioniere über die emotionale Schiene. Wenn er eine Aufnahme eingepflegt und zusammengeschnippelt hat, schickt er sie Céline zum Anhören.

Und dann kommt sie wieder und hat ziemlich genaue Vorstellungen davon, was sie geändert haben möchte. Im Studio hören sie sich gerade noch mal in „Ich weiß“ hinein – ein Song, mit dem sie schon ziemlich weit sind. Er habe beim letzten Mal die Picking-Gitarre herausgenommen, stellt die Sängerin fest, und ist kurze Zeit später beruhigt, als sie doch aus den Lautsprechern tönt. Wenn schon, denn schon, sagt sie, denn auf dem Album ist „Ich weiß“ das einzige Lied mit Gitarre.

Der Produzent arbeitet kurze Zeit konzentriert an seinem Mischpult und murmelt dann: „Hast Du gemacht, was ich wollte, mein lieber Freund?“ Hat er. „Brav“, lobt Frank Schultz. Eingesungen wird an diesem Nachmittag auch ein Lied, nicht für die CD, sondern für einen Unterstützer, der sich Leonard Cohens „Halleluja“ als Goodie gewünscht hat. Immer gibt es kleine Korrekturvorschläge, von ihr selbst oder von ihm: „Vor dem Halleluja ein bisschen aus dem Metrum herausgehen“ oder „Mach das Baby nochmal erzählerischer.“ „Gekauft“, sagt er knapp, nachdem das Lied zu beider Zufriedenheit eingesungen ist. Nun will Céline aber noch einige „uh uhs und ah ahs“ drübersetzen. „Backing Vocals sind meine Lieblingsaufgabe“, erklärt sie und lacht.

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