Mein
 

Lörrach Gottesdienst im Dreikönig

Am Dreikönigstag ein Gottesdienst im Restaurant Dreikönig – diese Idee hatte Pfarrer Martin Abraham schon bei der Eröffnung des Lokals vor wenigen Monaten. Wirt Konrad Winzer, der auch als Bildhauer mit der Stadtkirche verbunden ist, ließ sich anstecken.

Gottesdienst auf Wanderschaft: Am Dreikönigstag war die Matthäusgemeinde mit Pfarrer Martin Abraham im Restaurant Dreikönig zu Gast. David Glenn begleitete die Stunde musikalisch.
Gottesdienst auf Wanderschaft: Am Dreikönigstag war die Matthäusgemeinde mit Pfarrer Martin Abraham im Restaurant Dreikönig zu Gast. David Glenn begleitete die Stunde musikalisch. | Bild: seh

Am Dreikönigstag ein Gottesdienst im Restaurant Dreikönig – diese Idee hatte Pfarrer Martin Abraham schon bei der Eröffnung des Lokals vor wenigen Monaten. Wirt Konrad Winzer, der auch als Bildhauer mit der Stadtkirche verbunden ist, ließ sich anstecken. Gestern ließen sich so viele auf das Ungewöhnliche ein, dass die Stühle nicht ganz reichten. Das doppelsinnige Motto: „Könige bewirten“.

„Gott ist nicht allein in der Kirche zu Hause“, begründete Pfarrer Abraham den Ausflug an einen anderen Ort. Innehalten lasse sich überall. Am Sonntag Epiphanias liegt ein Ausflug ins Gasthaus mit dem Namen der drei Könige nahe. Warum das Haus – schon lange – so heiße, habe er nicht recherchieren können, so Abraham. Die Weisen, Magier und Könige waren in jedem Fall in allen Teilen des Gottesdienstes präsent. Martin Abraham suchte im Gespräch mit Konrad Winzer die Verbindung zwischen der biblischen Botschaft und dem Ort der Gastlichkeit. Für ihn sei das Restaurant ein Ort, an dem sich Menschen begegnen, sagte Winzer, an dem sie ins Gespräch kommen und den sie gestärkt verlassen. Wichtig sei ihm die Konzentration, das Schnörkellose auch in der Gestaltung, wie sich das im Gastraum wiederfindet. Für ihn als Bildhauer – denn das ist Konrad Winzer ja in erster Linie – sei der Mensch ohnehin das zentrale Motiv.

Eines seiner eindrücklichsten Werke befindet sich neben der Stadtkirche. Das Lateinische „Restaurabo“ heiße „Ich erquicke“ – das sei im geistigen, aber auch im körperlichen Sinne zu verstehen, sagte Martin Abraham. Menschen zu bewirten sei ein „königlicher Dienst“, der Gast König im Hause. Auch Jesus lade die Menschen an seinen Tisch, so wie die Matthäusgemeinde das monatlich in ihrer Suppenküche tue.

Dass man sich am gestrigen Dreikönigstag in ein edles Restaurant begab, habe in der Gemeinde auch Fragen ausgelöst, sagte Martin Abraham. Der Gottesdienst im Restaurant war ein Versuch, ein Wagnis, sagte Martin Abraham – das aber weitgehend auf Zustimmung stieß. Mitglieder der Matthäus-Gemeinde waren in den Gottesdienst eingebunden und gestalteten ihn mit, ebenso David Glenn, der mit seiner Klarinette und der Auswahl der Stücke das Ungewöhnliche dieses Gottesdienstes noch unterstrich.

Kaum jemand ging am Ende, ohne sich an einer köstlichen Kartoffelsuppe, Wein und Wasser zu stärken. Alles wurde auf Spendenbasis ausgegeben. Das Team von Konrad Winzer hatte dieses einfache, aber sehr gute Mahl vorbereitet und wirtete.

Exklusive Lieblinge aus unserer limitierten SEEStück-Kollektion für echte See-Liebhaber jetzt auf SÜDKURIER Inspirationen entdecken!
Wahre See-Liebe – Neue SEEStücke auf SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Lörrach
Lörrach
Basel
Lörrach
Lörrach
Lörrach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren