Mein
26.10.2009  |  von  |  0 Kommentare

Lörrach Gleich zwei erste Plätze

Lörrach -  Zum ersten Mal wurde am Freitagabend der Innovationspreis Physik für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Lörrach vergeben, den der Rotary Club gestiftet hat. Den ersten Preis hat die Jury auf zwei Gewinner aufgeteilt, die beide vom Schülerforschungszentrum „phaenovum“ kommen.

Hans-Joachim Güntherodt, Bernd Kretschmer, die Preisträger Dominic Dold, Tobias Spanke (vorne), Felix Lorenz, Marco Zimmermann und Uli Beitinger sowie Jan M. Olaf und Konrad Lang bei der Übergabe des Rotary-Innovationspreises.  Bild: Mink



Lörrach – Der erste Preis ging einerseits an Felix Lorenz, Marco Zimmermann und Uli Beitinger, die gemeinsam die Funktionsweise eines Geysirs untersucht und im „phaenovum“ einen Modell-Geysir gebaut hatten. Die zweite Hälfte des ersten Preises ging an Dominic Dold, der sich mit den selbst erzeugten Schwingungen eines stromdurchflossenen Drahtes beschäftigt hatte. Das Preisgeld von 1000 Euro erhielten die beiden Gewinner je zur Hälfte. Außerplanmäßig wurde zudem noch ein mit 250 Euro dotierter Sonderpreis vergeben. Er ging an den elfjährigen Tobias Spanke, der zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Kindern auf dem Schulweg Schulranzen mit LED-Leuchten ausstattete, die per Batterie oder Dynamo betrieben werden. Die Dynamo-Variante hat er auch gleich als Patent angemeldet.

Sieben Teams mit insgesamt elf Schülern haben sich um den Preis beworben, wie der stellvertretende Vorsitzende des „phaenovum“-Trägervereins, Jan M. Olaf, berichtete. „Die Teilnehmer haben es der Jury nicht einfach gemacht, sagte Professor Hans-Joachim Güntherrodt, Physiker an der Universität Basel. Er saß zusammen mit Konrad Lang vom Rotary Club, Ulrich Kaiser, technologischer Direktor von Endress + Hauser, Matthias Kaiserswerth, Direktor des IBM Research Laboratory in Zürich, und Professor Gerald Urban vom Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg, in der Jury. „Es war sehr schwierig, die Besten herauszufinden, denn alle Arbeiten wären eigentlich preiswürdig gewesen“, sagte Güntherodt. Aber auch die Kriterien, die der Jury vorgegeben wurden, waren sehr hoch angesetzt. „Viele Nobelpreise würden diese Kriterien nicht erfüllen“, meinte er.

Sehr beeindruckt sei die Jury von der Vorstellung der Projekte gewesen, denn man habe gespürt, dass die jungen Forscher von Spaß und Neugierde angetrieben werden. Der Universitätsprofessor hob auch hervor, dass sich das „phaenovum“ wieder einmal als Kristallisationspunkt für spannende Projekte erwiesen habe.

An der Uni Basel würden das Schülerforschungszentrum und die Leistung seines Gründers Bernd Kretschmer sehr bewundert, sagte Güntherodt. „Die Jury würde für die Weiterführung des Wettbewerbs plädieren, vorausgesetzt, der Rotary Club gibt das Geld“, betonte der Physikprofessor aus Basel. Das sagte Konrad Lang auch sogleich zu.

Der Vorstand des Rotary Clubs habe die Fortführung bereits einstimmig beschlossen. Er übergab außerdem an die übrigen Wettbewerbsteilnehmer einen Anerkennungspreis, den die Firma Endress + Hauser gestiftet hatte.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014