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Lörrach Free Cinema Lörrach wirbt bei Infoveranstaltung in eigner Sache

Das Angebot stellt das einzige Kino Europas dar, das nur von Jugendlichen betrieben wird. Gezeigt werden sogenannte „Independent-Filme“ von eher unbekannten Regisseuren. Umstellung von Filmprojektor auf Blu-ray

Das von Jugendlichen betriebene Kino Free Cinema auf dem Flachsländer Hof-Areal steht vor personellen und technischen Veränderungen. Am Samstagabend boten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Informationsveranstaltung an, um für ihr besonderes Kino zu werben.

„Wir sind das einzige Kino in Europa, das komplett von Jugendlichen betrieben wird“ – mit diesen Worten betonte Lukas Bartscherer von Free Cinema die Einzigartigkeit der Lörracher Einrichtung. Das Prinzip bestehe darin, dass die Mitarbeiter regelmäßig ausgewechselt werden. In der Regel sollten die Mitglieder zwischen fünfzehn und dreiundzwanzig Jahren alt sein. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine strenge Altersbegrenzung. Die Fluktuation entstehe aber von ganz allein. Denn die Jugendlichen müssen ab einem bestimmten Zeitpunkt ausscheiden, wenn Ausbildung und Studium ihre Zeit zu sehr in Anspruch nehmen. Auch im Moment steht das Free Cinema vor einem Personalwechsel. Deshalb werden gerade neue Mitglieder auf die Aufgaben vorbereitet, die bald von ihnen übernommen werden sollen.

Das aktuelle Projekt heißt „Digitalisierung“. Bislang wurden die Filme noch mit richtigen Projektoren vorgeführt. Das geht jetzt nicht mehr. Das Free Cinema kann inzwischen nur noch moderne Blu-ray Discs beziehen, die dann über Computer und Beamer abgespielt werden. Leider sei dadurch auch der Charme der alten Projektoren verloren gegangen. Deren Geräusche oder auch die kleinen Filmfehler hätten ihre eigenen Fans. Hinzu komme, dass für die meisten Filme die Blu-ray Kopien erst herausgegeben werden, wenn der Streifen bereits für den privaten Kauf zur Verfügung steht.

Dadurch verzögert sich der Zeitpunkt, zu dem sie im „Free“ vorgeführt werden können, noch weiter. Ohnehin kann das Team die Filme immer erst etwas später zeigen als die großen Kinos.

Um diesen Herausforderungen besser begegnen zu können, hofft das Free Cinema auf mehr Zuschüsse von der Stadt. Wer allerdings Blockbuster erwartet, ist beim „Free“ falsch. Das Kino will vor allem sogenannte „Independent-Filme“ von eher unbekannten Regisseuren zeigen.

In der letzten Woche erfuhr der Streifen „Monsieur Claude und seine Töchter“ des französischen Regisseurs Philippe de Chauveron sehr viel Zuspruch, obwohl er bereits im Sommer unter anderem im Parkschwimmbad vorgeführt worden war.

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