Lörrach Förderverein stellt Domizil vor

Tag der offenen Tür in der Stadtmission/Detailgetreues Modell des Theaters Tempus Fugit

Über regen Besuch konnte sich am Samstag der Förderverein von Tempus Fugit freuen, der in Zusammenarbeit mit dem Regionaltheater zum Tag der offenen Tür im neuen Theaterhaus, der jetzigen Stadtmission, eingeladen hatte. Man wollte die neue Spielstätte und sich selbst der Öffentlichkeit vorstellen, neue Mitglieder werben und Spenden sammeln, wie der erste Vorsitzende Ulrich Maßen erläuterte.

„AufBruch“ war in großen Lettern über der Tür zu lesen, und in der Tat bedeutet die Tatsache, dass das im Jahr 1995 als Schultheater AG gegründete mittelständische Unternehmen hier im Adlergässchen 13 endlich den geeigneten Ort für eine vielfältige Nutzung – kulturelle Kinder- und Jugendarbeit, künstlerische Qualität und generationenübergreifende Begegnung – gefunden hat, den Aufbruch in eine vielversprechende Zukunft. Im Juni 2015 wird die Stadtmission wohl aus ihrem bisherigen Domizil ausziehen. Noch wird das Gebäude also von der Kirche und dem Theater gemeinsam genutzt. Deshalb spielte das Ensemble am Samstag Szenen vor dem Altar und einem großen Holzkreuz an der Wand, saß der Theatertechniker an einem Regal mit einer Reihe grüner Gesangbücher. Über dem Saal spannte schon die Scheinwerferanlage.

Wie das Theaterhaus nach dem Umbau aussehen wird, zeigten Baupläne des Architekten Oliver Seidel und die Attraktion des Tags der offenen Tür: ein von Förderverein-Beisitzer Philipp Reiss angefertigtes Modell mit beweglichen Teilen. Zu sehen sind da bis ins Detail etwa Außenlift und Rampe, die zukünftig auch für Behinderte Zugang schaffen, die Umkleideräume im Erdgeschoss, die Treppe, über die die Spieler direkt hinter die Bühne gelangen werden oder die Büroräume in der jetzigen Pfarrerwohnung.

„Wir wollen viele kleine Maßnahmen ergreifen, die gut für die Nutzung durch ein Theater sind“, erklärte der Architekt, der Besucher durch das Haus führte. So soll die Bühne so flexibel nutzbar sein, dass je nach Aufführung zwischen 99 und 120 Zuschauer Platz finden. Beim Umbau sollen der Bautrupp des SAK wie Firmen aus der Region eingebunden werden. „Wir hoffen ein bisschen darauf, dass die unserem Projekt positiv gegenüberstehen“, so Oliver Seidel. Bis Ende dieses Monats soll die Baueingabe erfolgt sein.

Nachdem die Umbaukosten in Höhe von 540 000 Euro dank der Unterstützung von Herzenssache, der Stadt und des Landesverbandes der Amateurtheater so gut wie gesichert sind, fehlen dem Regionaltheater für die Innenausstattung, also beispielsweise Lichtanlage und Stühle, noch etwa 45 000 Euro, die der Förderverein aufbringen will. Vielerlei Möglichkeiten der Unterstützung zeigten die Mitglieder am Samstag auf. So kann man abhängig von der Spendenhöhe zum Bauhelfer, Polier oder Bauleiter werden.

Auch der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster nahm sich die Zeit, zu schauen, welche Fortschritte das Theaterhaus gemacht hat. Größe, Lage und Substanz der Stadtmission, da war sich Schuster einig mit Tempus Fugit-Geschäftsführer Thorsten Blank, seien Welten entfernt von dem ursprünglich anvisierten Güterbahnhof. „Für so ein Theater geht es kaum schöner“, fand Schuster. Kurze Theateraufführungen in der Stadt und im Bühnensaal sowie die Verpflegung der Gäste rundeten den Tag ab.

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