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Lörrach Erster Christopher Street Day in Lörrach ein Erfolg

Die jungen Freiburger Rosekids verteilten von ihrem liebevoll gestalteten Wagen herab Rosen, andere hatten Flyer mitgebracht.
Die jungen Freiburger Rosekids verteilten von ihrem liebevoll gestalteten Wagen herab Rosen, andere hatten Flyer mitgebracht. | Bild: set

Sie war nicht zu überhören, die erste Lörracher Parade zum Christopher Street Day. Schwule und Lesben aus Lörrach, der Region und weit darüber hinaus, rund hundert zu Fuß und mit zwei Wagen, dazu das Love Mobil von Pro Familia Freiburg zogen fröhlich und mit lauter Musik durch Lörrach und zogen viel Aufmerksamkeit auf sich. Das Publikum ließ die kleine Parade neugierig, selten mit skeptischem Blick, meist gut gelaunt und aufgeschlossen an sich vorbeiziehen.

Der Einladung der Lörracher Rainbowstars, die den 40. Jahrestag des Christopher Street Day zum Anlass nahmen für ihren Aktionstag, waren Gruppen aus Freiburg und Waldshut, aber auch einzelne Schwule und Lesben von viel weiter her und auch aus der Schweiz gefolgt. Nur wenige hatten sich in ähnlich schräge Gewänder gehüllt, wie man sie von den großen Paraden kennt. Hier eine Frau, die wohl mal ein Mann war, dort ein Paar in Sado-Maso-Pose – ansonsten waren bunte Tücher und Blumenkränze das Maximum an Staffage.

Die meisten kamen in normaler Kleidung – Normalität, Akzeptanz und ein Platz in der Mitte der Gesellschaft ist schließlich auch das Ziel, das die Homosexuellen mit Aktionen wie diesen verfolgen. Die jungen Freiburger Rosekids verteilten von ihrem liebevoll gestalteten Wagen herab Rosen, andere hatten Flyer mitgebracht mit politischen Forderungen. „Stopp Homophobie“, hieß es da. Erinnert wurde daran, dass Lesben, Schwule und Transsexuelle in mehr als 70 Ländern verfolgt werden, eingesperrt und hingerichtet werden. Immer wieder auch der Hinweis auf Aids und Losungen wie diese: „Mit Sicherheit lieben“.

Am Senser Platz und damit in der Mitte der Strecke, die die Parade zwischen Stadtbibliothek und Nellie Nashorn zurücklegte, gab es eine Bühne für Musik, Literatur und Grußworte. Jonny Schuler vom Verein Rainbowstars, der zusammen mit Sonja Summ maßgeblich für die Organisation verantwortlich war, zeigte sich am Ende mit der Premiere „mehr als zufrieden“. Vor allem beim Publikum habe man mit viel weniger Resonanz gerechnet. Auf die Frage, ob der Christopher Street Day im kommenden Jahr wieder stattfinden solle, habe es auf dem Platz ein vielstimmiges „Ja“ gegeben. Das werde denn wohl auch so sein. Dank galt der Polizei, dem Technischen Hilfswerk und dem DRK, betont Schuler. Ohne deren Hilfe wäre die Aktion nicht möglich gewesen. set

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