Sternekoch Winfried Zumkeller aus Häusern kommt mit Tochter Stefanie und Schwiegersohn Ivan Lagunas-Romeo an den Hochrhein. Zusammen wollen sie der Gastronomie im Schlössle schon ab April neues Leben einhauchen.
Hervorragende Nachrichten für das Laufenburger Schlössle: Sternekoch Winfried Zumkeller, bislang Seniorchef des Hotels „Adler“ in Häusern, kommt mit Tochter Stefanie und Schwiegersohn Ivan Lagunas-Romeo an den Hochrhein. Der Top-Gastronom sucht nach einer neuen Herausforderung – und will nach vier Jahrzehnten Michelin-Küche dem Schlössle neues Leben einhauchen.
„Ich werde zunächst an den Töpfen stehen, meine Tochter und ihr Mann fungieren als Pächter“, bestätigt Zumkeller auf Anfrage dieser Zeitung. „Durch Zufall“ seien sie auf das seit drei Jahren leer stehende Objekt in Laufenburg gestoßen, Freunde aus Murg hätten ihnen davon berichtet. „Die Atmosphäre hat uns sofort gefallen“, erinnert sich der Koch und Hotelier. Natürlich gebe es viel zu tun – beide Küchen im Schlössle müssten saniert werden, viele Räume sähen noch nicht wirklich „aus wie in einem Schloss“. Aber Zumkeller gibt sich optimistisch: „Wir haben uns Gedanken gemacht. Unser Konzept sollte funktionieren.“
Für den Gastronom ist der Schritt nach Laufenburg ein Schritt in den „intensiven Vorruhestand“, für seine Tochter und seinen Schwiegersohn ein Neuanfang. Und für alle auch ein Wagnis: Denn der „Adler“ in Häusern und das zugehörige Restaurant „Chämi-Hüsle“, wo sie bisher wirkten, genießen einen außerordentlichen Ruf. Winfried Zumkeller erkochte im „Adler“ seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue einen Michelin-Stern; jetzt allerdings hat sein Sohn dort die Führung übernommen. „Um Preise geht es mir nicht mehr – in Laufenburg werden die Gäste meine, unsere Sterne sein“, erklärt er. Einen mediterranen Pfiff solle die bodenständige, traditionsbewusste Küche bekommen, ansonsten werde man vor allem auf hervorragende Zutaten setzen. „Eröffnung soll schon im April sein, auch wenn der Pachtvertrag noch nicht unterzeichnet ist“, blickt Zumkeller in die Zukunft.
Denn noch muss das Vorhaben durch den Laufenburger Gemeinderat. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass es dort auf Ablehnung stößt. Immerhin sagt sogar Bürgermeister Ulrich Krieger, der sich zu dem Thema eigentlich bedeckt halten möchte: „Es gab intensive Verhandlungen mit einem Pächter. Und ich gebe zu, dass ich sehr glücklich mit den Entwicklungen der vergangenen Wochen bin.“