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Laufenburg Laufenburg auf dem Titelblatt

14.04.2009
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Einer guten Tradition folgend ist soeben das 82. Jahrgangsheft der Fricktal-Badischen Vereinigung für Heimatkunde erschienen. Auf gut 70 Seiten wird eine bunte Palette von Beiträgen zur grenzüberschreitenden Heimatkunde und Geschichte zwischen Fricktal und Hotzenwald präsentiert. Ein Schwerpunkt ist Laufenburg gewidmet.

Laufenburg – „Laufenburg wird im neuen Heft ein recht großer Teil eingeräumt“, berichtete Werner Fasolin, Redakteur des Jahresheftes, während der Präsentation des Jahrgangsheftes im Hotel Rebstock im badischen Laufenburg. Zwar sei das Heft im Vergleich zu vorangegangenen Ausgaben wegen der aufwendigen und teuren Produktion des erst kürzlich erschienenen Sagenbuches „Tannhupper und Leelifotzel“ etwas dünner ausgefallen, aber der Inhalt der neuen Jahresschrift sei dennoch überaus gehaltvoll und stelle wieder einige bemerkenswerte heimatkundliche Entdeckungen in den Vordergrund, so Fasolin.

Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich direkt mit Laufenburg, nämlich mit den barocken Toren des Codmann-Schlössles und mit einem so genannten Hausbuch, das aus dem Jahre 1769 stammt und die Oeschger-Mühle betrifft. In akribischer Arbeit hat der Laufenburger Franz Schwendemann die Geschichte der schmiedeeisernen Tore am Schlössle zusammengetragen und aufgeschrieben. Diesem Thema widmet sich auch das Titelbild des Heftes, das eine alte Postkarte mit besagtem Gitter zeigt. Werner Fasolin, aus Gipf-Oberfrick, hatte sich einem unscheinbaren Notizbüchlein aus dem 18. Jahrhundert angenommen, das aus der Laufenburger Oeschger-Mühle stammt. Die Aufzeichnungen des Hausbuches, die allesamt im Wortlaut im Jahresheft wiedergegeben sind, gewähren einen interessanten Einblick in den Alltag des Müllergewerbes vor über 200 Jahren.

In einer Nachlese zu dem 2006 von Peter Strittmatter erschienen Beitrag über Hötzenwälder Kästen, wurden vom Laufenburger Autor weitere Schränke beschrieben, die ihm aufgrund der Veröffentlichung 2006 von deren Besitzern gemeldet wurden. Die Murger Autorin Adelheid Enderle-Jehle, nahm sich einer aus dem 18. Jahrhundert stammenden Zunftordnung der Säckinger Berufsleute an. Auf den Spuren der Neandertaler wanderte Werner Brogli, Möhlin. Sechs Faustkeile aus der Neandertalerzeit im Gebiet der Schweiz sind der Wissenschaft bisher bekannt. Drei davon wurden vom Autor im unteren Fricktal gefunden und im Jahresheft beschrieben. Von Andrea Schaer, von der Aargauischen Kantonsarchäologie stammt ein Beitrag über frühe Besiedelungsspuren im Fricktal.

Im Zuge der Mitgliedschaft erhalten alle Mitglieder der Vereinigung das Heft zugesandt, aber auch Nichtmitglieder können das neue Heft und auch ältere Ausgaben über die Vereinigung beziehen, wie David Wälchli vom Vorstand berichtete.

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