Laufenburg – „Laufenburg wird im neuen Heft ein recht großer Teil eingeräumt“, berichtete Werner Fasolin, Redakteur des Jahresheftes, während der Präsentation des Jahrgangsheftes im Hotel Rebstock im badischen Laufenburg. Zwar sei das Heft im Vergleich zu vorangegangenen Ausgaben wegen der aufwendigen und teuren Produktion des erst kürzlich erschienenen Sagenbuches „Tannhupper und Leelifotzel“ etwas dünner ausgefallen, aber der Inhalt der neuen Jahresschrift sei dennoch überaus gehaltvoll und stelle wieder einige bemerkenswerte heimatkundliche Entdeckungen in den Vordergrund, so Fasolin.
Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich direkt mit Laufenburg, nämlich mit den barocken Toren des Codmann-Schlössles und mit einem so genannten Hausbuch, das aus dem Jahre 1769 stammt und die Oeschger-Mühle betrifft. In akribischer Arbeit hat der Laufenburger Franz Schwendemann die Geschichte der schmiedeeisernen Tore am Schlössle zusammengetragen und aufgeschrieben. Diesem Thema widmet sich auch das Titelbild des Heftes, das eine alte Postkarte mit besagtem Gitter zeigt. Werner Fasolin, aus Gipf-Oberfrick, hatte sich einem unscheinbaren Notizbüchlein aus dem 18. Jahrhundert angenommen, das aus der Laufenburger Oeschger-Mühle stammt. Die Aufzeichnungen des Hausbuches, die allesamt im Wortlaut im Jahresheft wiedergegeben sind, gewähren einen interessanten Einblick in den Alltag des Müllergewerbes vor über 200 Jahren.
