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Laufenburg Brillante Wortspielereien

06.08.2011
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Flurin Caviezel glänzt bei Vorstellung im Schlössle. Schweizer Politiker als Gäste

Laufenburg (cha) Alle Plätze im Laufenburger Schlössle waren am Donnerstagabend ausverkauft, wie übrigens auch schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen der Kulturtage. Das Publikum war begeistert von Flurin Caviezel und seinem musikalischen Kabarett, das unter dem Titel „Zmizt im Läba“ stand. Das Publikum erlebte einen Abend mit viel Musik und Geschichten voller Humor und Tiefsinn. Der Unterengadiner Kabarettist und Musiker kam mit seiner großen Liebe, der Handorgel Victoria, nach Laufenburg, mit der er zu musikalischen Höhenflügen ansetzte und ihr mitreißende Melodien entlockte. Caviezel überzeugte aber auch mit seiner feinsinnigen sprachlich-parodistischen Art, mit der er es verstand, in gekonnt platzierten Wortspielereien Menschliches ebenso wie Gesellschaftspolitisches mit wohldosiertem pointierten Witz auf die Bühne zu bringen. Dabei wurde er nie sarkastisch, herabwürdigend oder verletzend. Eingeflochten in das Programm brachte er auch für Laufenburg typische Dinge zur Sprache. So wunderte er sich darüber, dass die Laufenbrücke, die heuer ihren 100. Geburtstag feiert, noch bis vor kurzem eine Baustelle war. Er gab den arabischen Scheich ebenso wie den charmanten Franzosen, den wortgewandten italienischen Kellner, den amerikanischen Showman und den Magier. Er mimte auch den Mann „55 plus“, der eigentlich auf ein Jahrgangstreffen wollte und rein zufällig auf der kleinen Show-Bühne im Schlössle landete, da er das Datum für das Jahrgangstreffen verwechselte. Er machte das Beste aus der Situation und ließ die Gästen in einer Art Generalprobe schon mal einen Einblick in das Jahrgangstreffen werfen.

Quasi im Vorprogramm trat als prominenter Überraschungsgast der Großratspräsident des Kantons Aargau, Theo Voegtli, vor das Publikum und bekundete in einem humorvoll vorgetragenen Statement, dass ihm als Politiker Grenzen eigentlich ein Gräuel seien. Um Grenzen zumindest teilweise zu beseitigen, sei dazu die Kultur ein Schlüssel. Zudem seien an der hiesigen Grenze, die die Schweiz von Deutschland trennt, eigentlich alle aus dem gleichem Holz geschnitzt, betonte der höchste Aargauer. Den Laufenburger grenzüberschreitenden Kulturausschuss bezeichnete Theo Voegtli als „Kitt vom Städtle“. Peter Böhnel vom Laufenburger Kulturausschuss freute sich über den politischen Gast aus der Schweiz, der in Begleitung von Bürgermeister Ulrich Krieger und Stadtammann Rudolf Lüscher gekommen war. Durch den Besuch der drei Schweizer bekomme das Laufenburger Kulturprogramm nun auch ein politisches Gewicht.

Das komplette Programm der Kulturtage, die noch bis zum 14. August dauern auf

www.laufenburg.de

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