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Laufenburg Begeisterung um virtuoses Spiel

14.12.2010


Raffael Kuster und Dietrich Zöller begeistern mit virtuosem Spiel

Laufenburg/Schweiz (lid) Mit dem schlichten Wort „Rezital“ überschrieben war ein Konzertabend mit den beiden Interpreten Dietrich Zöller (Flöte) und Raffael Kuster (Flügel) im Rehmann-Museum im schweizerischen Laufenburg.

Alles andere als schlicht erwiesen sich die großartigen Darbietungen der beiden Künstler. Zu Recht sprachen die rund 30 Zuhörer hinterher von einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk.

Eröffnet wurde der Konzertabend mit dem Werk „Duo Concertant pour Flûte et Piano“ des österreichischen Komponisten Carl Czerny (1791-1857), der bereits im Alter von zehn Jahren ein brillanter Pianist war und deshalb ein Schüler Ludwig van Beethovens wurde. Neben seiner Tätigkeit als Komponist machte er sich auch als Klavierpädagoge einen Namen. Seine „Schule der Geläufigkeit“ und die „Schule der Fingerfertigkeit“ sind heute noch bekannt. Die in Laufenburg präsentierte Tonschöpfung gefiel durch einen herzhaft erfrischenden, in einigen Passagen neckisch verspielten Vortrag.

Zündende Musikalität prägte die „Sonate für Flöte und Pianoforte“ des experimentierfreudigen tschechischen Komponisten Erwin Schulhoff (1894-1942), der, da seine Musik von den Machthabern des Dritten Reiches als „entartet“ eingestuft wurde, 1942 in einem Lager in Bayern an den Folgen von Unterernährung und Krankheit starb. Unverkennbar südamerikanische Elemente trug die „Sonatine“ des Franzosen Darius Milhaud (1892-1974), und der impressionistischen Klangkultur zuzuordnen war die Komposition „Jeux“ von Jaques Ibert (1890-1962), ebenfalls Franzose.

Den krönenden Abschluss des Konzerts bildete das intensive Stimmungen widergebende Werk „Introduktion und Variation“ über „Ihr Blümlein alle“ aus dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert (1797-1828).

Beide Interpreten bestachen durch eine meisterliche Beherrschung ihrer Instrumente.

Rasante Läufe ließen den Zuhörern gelegentlich den Atem stocken. „Perfekt und virtuos“ sind angemessene Bezeichnungen für ihre Präsentationen auf höchstem Niveau, die Interpretation der einzelnen Werke ließ keinerlei Wünsche offen.

Zu Recht gab es am Ende einen lebhaften, lang anhaltenden Beifall der begeisterten Zuhörer.

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