Bunter Abend in Oberlauchringen sorgt für beste Laune bei den zahlreich erschienenen Gästen
Irgendwie war's wie immer im Räbenkeller, beim Bunten Abend der Räbenheimer Narren. Im Sog der närrischen Laune des hoheitlichen Paars, der Räbenkönigin, Anja, die erste Verlockende, und des Präsidenten Tobias Weissenrieder, lief das närrische Gefolge auf der Bühne zu Hochform auf. Das Publikum in der Gemeindehalle tobte, kreischte, sang laut mit, schunkelte. Die Räbenheimer rockten ihren Räbenkeller.
Und doch war es diesmal irgendwie anders. Da fehlten einige der langjährigen Akteure. Nach zehn Jahren waren etwa die beiden Moderatoren Tanja Steinegger und Andi „Sheeper“ Schäfer ins zweite Glied zurückgetreten. Tanja Steinegger trat im Morgenmantel zumindest noch einmal kurz auf die Bühne. Schäfer übernahm die Aufgabe des Kulissenschiebers.
Natürlich hinterlässt jeder Akteur, der Adieu sagt, eine Lücke. Doch unter der Regie von Hermann Pfau bastelten die Räbenheimer wieder ein tolles Programm. In Räbenheim wachsen die Talente eben auf den fruchtbaren Äckern. Schon beim Narrensamen fließt das Bühnenblut in den Adern. Das bewiesen zum zweiten Mal Oliver und Sebastian Pfau bei ihrem Sketch. Da durfte der jüngere dem älteren Bruder als Direktor seiner Sekretärin mal ordentlich den Kopf waschen. Und Papa Hermann, seines Zeichens Vizepräsident der Narren und Programmchef, übernahm die Moderation gleich selbst. Er holte sich später die beiden sympathischen Gardenmädels Verena Selbach und Jasmin Moosleitner dazu.
Tanz und Gesang dominierten diesmal. Klar – Räbenheim verfügt über eine stattliche Zahl von 35 Gardenmädels. Schon die Tanzküken überzeugen mit ihrer tänzerischen Präzision. Mini-, Junggarde, Grüne Garde und Rote Garde brachten den Saal zum Kochen. Als die Elferräte das Tanzbein schwangen, flippte das Publikum vollends aus. Auch die Jazztanzgruppe begeisterte.
Was die gestandenen Damen, die Aktiven, auf die Bühne zauberten, war wieder echtes Entertainment. Die Badezimmershow mit Gesang (selbst getextet) und einer einzigartigen Choreographie riss den letzten Gast vom Sitz. Natürlich fehlten Klaus Pfau und Heiko Probst (diesmal als Dimitri Suflakis und Janis Sirtaki) nicht. Sie wurden von den Gitarristen Jürgen Schmidt und Helmut Scharrenberg begleitet. Gerhard Federer sang die „kleine Kneipe“.
Die Zaubershow von Hendrik Futter und Michael Grimm sowie der „Aufzug-Sketch“ der Roten Garde rundeten einen gelungenen Bunten Abend ab.