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Lauchringen Glasfaser wird in Lauchringen mit einem Pilotprojekt verlegt

Unitymedia präsentiert in Lauchringen Microtrenching als neue Verlegetechnik für die Breitbandversorgung mit schnellem Internet.

Mit dem bundesweit ersten Pilotprojekt der als Microtrenching bezeichneten neuen Verlegetechnik für Glasfaserverbindungen vernetzt die Firma Unitymedia (ehemals KabelBW) zurzeit das Gebiet Untermark sowie die Grund- und Königsberger Straße in Lauchringen. Sogar die außerhalb liegenden Aussiedlerhöfe Schwab und Schmidle bekommen in diesem Zusammenhang die Anbindung an das schnelle Internet.

"Wir haben uns in Lauchringen für das Pilotprojekt entschieden, weil wir auf eine außerordentlich hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung mit gleichzeitig großer Unterstützung der Gemeinde gestoßen sind", erläutert Klaus Jung, verantwortlicher Direktor bei Unitymedia für den Netzausbau in Baden-Württemberg bei einem Pressegespräch im Rathaus Lauchringen. Durch die direkte Anbindung der einzelnen Häuser mit der Glasfasertechnik würden die Kunden künftig Übertragungsraten bis zu 400 Megabit pro Sekunde in Anspruch nehmen können.

Da sich die allgemeine Datenmenge ungefähr jährlich verdopple, sei diese Übertragungsrate in absehbarer Zeit eine Standardgröße, die nur mit einer Coax-Antennenverkabelung oder mit der Glasfasertechnik gewährleistet werden könne, machte Jung deutlich. Dass dabei auch außerhalb von Wohngebieten liegende Aussiedlerhöfe einen großen Übertragungsbedarf haben, erläuterte Alexander Schmidle eindrücklich mit Beispielen aus seinem landwirtschaftlichen Betrieb: Steuerung der Biogas-Anlage oder des Melkroboters, Dokumentation Betriebsabläufe sowie Förderanträge mit Luftbildern.

Bürgermeister Thomas Schäuble zeigte sich erfreut über das Engagement der Firma Unitymedia, die in die Versorgung von rund 400 Haushalten etwa 800 000 Euro investiert hat. Ihm sei es vor allem auch darum gegangen, dass extrem unterversorgte Gebiete möglichst zeitnah in den Genuss der schnellen Datenautobahn kommen, machte Schäuble deutlich. Klaus Jung geht davon aus, dass die Verlegearbeiten je nach Witterung bis zum Februar des kommenden Jahres abgeschlossen sind und ab März für die neuen Kunden die kostenlosen Inhouse-Vernetzungen installiert werden können. Somit könne im zweiten Quartal 2017 mit den fertigen Anschlüssen gerechnet werden, zeigte er sich zuversichtlich. Anschließend wurde den Besprechungsteilnehmern vor Ort in der Königsberger Straße die neue Verlegetechnik vorgestellt.

 

Die Verlegetechnik

Zur Verlegung der Kunststoffrohrbündel mit dem Microtrenching für die Glasfaser wird durch ein Spezialfahrzeug am Fahrbahnrand ein circa zwölf Zentimeter breiter und 40 Zentimeter tiefer Graben ausgeschnitten, das Rohrbündel eingelegt und der schmale Graben sofort mit einem isolierenden Granulat wieder verschlossen. Das Spezialfahrzeug einer französischen Firma schaffe durchschnittlich 300 bis 500 Meter Verlegung an einem Tag, erklärten die Experten vor Ort. In die Kunststoffröhrchen wird dann später die Glasfaser eingeblasen.

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