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Küssaberg Scheune brennt: Hölleneinsatz bei klirrender Kälte

13.02.2012
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60 Mann hoch mit Verstärkung aus Tiengen war die Feuerwehr Küssaberg in der Nacht zum Samstag beim Brand einer Scheune im Einsatz und hatte auch gegen die klirrende Kälte zu kämpfen. Einige Kühe konnten gerettet werden, ein Kalb kam ums Leben

Landwirt Ewald Würtenberger aus Küßnach steht vor den Brandresten seiner Scheune und seinem Stall. Die Feuerwehr spricht von einem „Hölleneinsatz“ in der Nacht auf Samstag durch Minustemperaturen im zweistelligen Bereich. Der Brand war zufällig von Gabi Meier aus Küßnach am Freitag kurz vor Mitternacht entdeckt worden. Sie alarmierte die Feuerwehr und die Familie Würtenberger so rechtzeitig, dass alle 65 Tiere in Sicherheit gebracht werden konnten.

„Die Scheune stand schon lichterloh in Flammen“, erzählt Ewald Würtenberger. Mit dem Teleskoplader hätten er und seine Familie die Türen eingerissen, die Muttertiere und Kälber aus dem Stall getrieben. Außer seinen beiden Schleppern mit dem Teleskoplader ist dem Landwirt nichts geblieben. „Sämtliche Geräte sind verbrannt“, so Ewald Würtenberger, der allein in diesem Bereich von einem Schaden in Höhe von 85 000 Euro spricht.

Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem technischen Defekt aus. Rolf Küpfer als rechte Hand des Einsatzleiters, Feuerwehrkommandant Gerhard Roder, spricht von einem „Hölleneinsatz“ für die Feuerwehr durch die Minustemperaturen. Löschwasser sei zwar aus den Rohren geschossen – Küpfer: „Über 2500 Liter pro Minute und das über vier Stunden“ – doch froren die Feuerwehrmänner am Stahlrohr fest. Und auch die Atemschutzgeräteträger, berichtet Küpfer, seien wie Eiszapfen von ihrem Einsatz zurückgekehrt. Überall breitete sich eine dicke Eisschicht aus. Ein Feuerwehrmann schlug sich beim Sturz die Lippe auf und musste genäht werden. Über den Bauhof war Splitt besorgt worden, um die Eisfläche abzusichern. Und nach dem Einsatz mussten die Feuerwehrutensilien erst enteist werden.

Vollalarm war gegeben, alle Küssaberger Feuerwehr-Abteilungen waren ausgerückt. Zudem das Tanklöschfahrzeug aus Waldshut-Tiengen. Das Feuer hatte reichlich Nahrung durch die Holzkonstruktion und die Holzhackschnitzelanlage dicht daneben. Es gelang den 60 Feuerwehrmännern, einen Teil der Scheune zu retten. Der andere Teil musste wegen Einsturzgefahr eingerissen werden. Und vor allem gelang den Einsatzkräften, den nebenstehenden Neubaubereich und das Wohnhaus zu retten. „Aber nur, weil der Wind günstig stand“, berichtet Rolf Küpfer.

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