Küssaberg Publikum feiert die Musiker
Die Besucher schwelgten dahin: Im Doppelpack erlebten sie, wie schön und vor allem wie vielfältig Musik sein kann. Die Musikerinnen und Musiker von Dangstetten hatten den Musikverein Eintracht aus Fützen zu Gast. Und diese Kombination machte den Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Konzertbesucher.
Wie die beiden Musikvereine zusammenfanden, blieb ein Geheimnis. Ein Glücksfall war es allemal. Für die Zuhörer wie auch den gastgebenden Verein. Und die Gegeneinladung nach Fützen ist an den Musikverein Dang-stetten bereits ausgesprochen.
Gut, dass Dangstettens Halle seit geraumer Zeit eine stattliche Bühne hat. Sonst hätten Fützens Orchestermitglieder nicht einmal ausreichend Platz gefunden. Denn 60 Musiker drängten sich auf der Bühne und hatten nicht nur sehr viel Freude an der Blasmusik, sondern auch eine Vielfalt an Instrumenten mitgebracht.
Auf ihrer musikalischen Zeitreise zusammen mit Dirigent Karl-Heinz Hübl ging es von den Piraten („Adventure“) über „Flight of Fancy“ in die Zukunft mit einem Querflöten-Solo von Carolin Gleichauf. Bis Alphorn-Solist Marc Gut von dort wieder zurück holte mit Punktlandung in der Schweiz. Es wurde sogar gejodelt – was die Abordnung des Musikvereins aus Küssnacht am Rigi spannend gefunden haben dürfte. Die beiden Musikvereine Küssnacht und Dangstetten verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft. Und so waren die Küssnachter auch bei diesem Konzert wieder gern dabei.
Gefeierter Star der Fützener aber war an dem Abend Markus Röthenbacher, der bei „Mallet Man“ das Xylophon-Solo übernahm und so gut gefiel, dass er es sofort noch einmal spielen musste. Und auch die Dangstetter Musiker zogen alle Register ihres Könnens und dabei die Zuhörer mit subtilem Spiel in Bann. Mit Dirigent Alexander Kübler hatten sie Ohrwürmer wie „Out of Africa“ und so aktuelle Songs wie Amy McDonalds „Mr. Rock&Roll“ einstudiert. Der „Sonderzug nach Pankow“ kam beim Udo Lindenberg-Medley in Fahrt und zurück in die Petticoat-Zeit versetzte das Musikstück „Reet Petite“. Schließlich hatte der Musikverein noch eine Überraschung für die Mütter: Speziell für sie spielten sie am Vorabend des Muttertags das besondere Musikstück „The blues factory“.
Und irgendwann nahm Alexander Kübler seinen Taktstock und seine Noten unter den Arm und ging. Sonst wäre das Orchester nicht mehr von der Bühne gekommen, so begeistert verlangten die Zuhörer nach Zugaben.
