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08.08.2012  |  von Lisa Kübler  |  0 Kommentare

Kreis Waldshut So gesund sind die Menschen im Kreis

Kreis Waldshut -  Der Landkreis Waldshut hat im Jahr 2011 den zweitniedrigsten Krankheitsstand in Baden-Württemberg

Im Vergleich zum Landesdurchschnitt geben die Arbeitnehmer des Landkreises Waldshut nur selten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab.  Bild: dpa

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Die Menschen im Landkreis gehören zu den gesündesten im Land Baden-Württemberg und sind nur selten krank – dieses Ergebnis liefert der Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) für das Jahr 2011.

Dazu sagt Manfred Göppert, Chef der DAK in Waldshut: „Dieser niedrige Krankenstand der Region ist erfreulich. Ziel sollte es sein, die gute Entwicklung fortzusetzen.“

Bei der DAK sind 830 000 Menschen in Baden-Württemberg versichert, etwa 12 000 davon kommen aus dem Landkreis Waldshut. Dort lag der Krankenstand im Jahr 2011 laut DAK-Gesundheitsreport bei 2,6 Prozent. Damit war es der zweitniedrigste im Land Baden-Württemberg. Und das, obwohl er im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Konkret bedeutet das: An jedem Tag des vergangenen Jahres waren 26 von 1000 DAK-Versicherten krankgeschrieben, im Jahr 2010 waren es nur 22 Versicherte pro Tag.

Aber trotz der vergleichsweise wenigen Krankheitstage im Jahr 2011, haben derzeit viele Arbeitnehmer mit ihrer Gesundheit zu kämpfen. Laut einer Untersuchung, auf die sich der Gesundheitsreport beruft, leiden 6,3 Prozent der Berufstätigen in Baden-Württemberg an einer beruflichen Gratifikationskrise. Gratifikation bedeutet Belohnung – wenn Arbeitnehmer zu wenig davon bekommen, fallen sie in eine Krise, die sich laut DAK-Gesundheitsreport durch Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit bemerkbar macht. Bei der Belohnung spiele nicht das Gehalt, sondern auch die Anerkennung durch die Vorgesetzten und die Sicherheit eines Arbeitsplatzes eine Rolle.

Nicht nur mit Gratifikationskrisen sehen sich manche Arbeitnehmer konfrontiert, sondern immer häufiger auch mit psychischen Erkrankungen. Diese sind im Jahr 2011 im Landkreis Waldshut laut DAK um 97 Prozent angestiegen. „Dieser heftige Anstieg lässt sich damit erklären, dass die Zahl schon vorher sehr gering war“, sagt Manfred Göppert. Der Kreis Waldshut liege nach wie vor unter dem Landesdurchschnitt.

Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen kamen 2011 häufiger vor als im Vorjahr: Sie stiegen um 45 Prozent an. Manfred Göppert empfiehlt deshalb: „Gezielte Rücken- oder Antistress-Kurse, aktuelle Studien zeigen, wie positiv sie wirken.“ Außerdem sei es im Alltag wichtig, dass sich die Menschen richtig ernähren, entspannen und bewegen. „Denn gesund leben und arbeiten gehören eng zusammen“, sagt Manfred Göppert. Auch die Arbeitgeber könnten über ein Gesundheitsmanagement dazu beitragen, den Krankheitsstand positiv zu beeinflussen.

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