Heftige Kritik an dem jetzt ausgehandelten Staatsvertrag über den von Zürich-Kloten ausgehenden Flugverkehr haben die Bürgermeister von Hohentengen und Klettgau geübt. Die beiden Gemeinden gehören bislang schon zu den am meisten betroffenen Gebieten im Kreis Waldshut. Auch im Namen seines Hohentengener Kollegen Martin Benz sagte Volker Jungmann, Bürgermeister von Klettgau: „Wir sind verraten und verkauft.“
Zwar soll es wie bisher Ruhezeiten geben. Das nützt laut Ansicht der Bürgermeister jedoch nichts, weil nun außerhalb der Schutzzeiten der gekröpfte Nordanflug entlang des Rheins droht. Weil dabei kein Mindest-Grenzabstand vorgesehen sei, bringe dies Lärm außerhalb der Schutzzeiten. Neu davon betroffen seien auch Regionen wie Bad Säckingen, Albbruck und Waldshut-Tiengen.
Weiterer Kritikpunkt: Die Zahl der Überflüge über deutsches Gebiet werde nicht begrenzt. Bürgermeister Jungmann unter Bezug auf das einst von Mandatsträgern aus Südbaden zum Fluglärm verabschiedete Forderungs-Manifest: „Von der Stuttgarter Erklärung ist nichts mehr übrig.“
Mehr Fluglärm werde auch die nördlichen Schweizer Kantonen Aargau, Schaffhausen und Thurgau beschallen. Von daher sei abzuwarten, wie die Schweizer Politik aus diesen Regionen auf den Staatsvertrag reagiert.
Bürgermeister Benz aus Hohentengen über den Vertrag: „Der einzige Gewinner ist der Süden des Kantons Zürich.“

Ein Thema, das die Region nicht loslässt: Alles zum Fluglärm am Hochrhein und in der benachbarten Schweiz finden Sie hier.
ansonsten ok @ Horst Metzig mehr ...