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Der Pflegestützpunkt Landkreis Lörrach (PSP) und der „ipunkt“ der Fritz-Berger-Stiftung waren vom Start weg gefragt: Mehr als 2000 Erstberatungen zu den Themen Pflege, Alter und Behinderung wurden 2011 im Landkreis registriert. „Damit belegen wir landesweit einen Spitzenplatz“, sagt PSP-Leiterin Tanja Zimmermann.Zusammen mit Landrat Walter Schneider und Robert Müller von der Stabsstelle Planung/Steuerung Altenhilfe des Landratsamtes zog sie vor den Medien eine erste Bilanz.

2039 Erst- und 576 Folgeberatungen, davon 1955 im PSP und „ipunkt“ im Glashaus am Lörracher Chesterplatz sowie 660 bei den „ipunkt“-Sprechtagen im Landkreis im Jahr 2011: Die Nachfrage ist beachtlich. Tanja Zimmermann, zusammen mit Hannelore Irion, Monika Oettlin-Leisinger und Katrin Mörgelin-Oehler Ansprechpartnerin in den beiden Einrichtungen, führt die Zahlen auch auf die gute Arbeit des früheren Infopunktes zurück. Landrat Walter Schneider ist überzeugt, dass der Bedarf weiter steigt angesichts des demografischen Wandels – die Menschen werden die älter, die Jungen werden weniger.

Mehr als vier von fünf Klienten sind älter als 60 Jahre. Aber auch junge Menschen mit Behinderung und Eltern behinderter Kinder suchen Rat. Wenn Angehörige nach Unfall oder Krankheit oder altersbedingt pflegebedürftig werden, stellen sich viele Fragen: Wie stelle ich Anträge? Wo bekomme ich Geld her? Welche Dienste kann ich in Anspruch nehmen? Wie kann ich mir mit osteuropäischen Pflegekräften legal und seriös Hilfe besorgen? Zahlreiche Anfragen betreffen Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung sowie Pflegeversicherung. Auch Sozialdienste und Krankenhäuser wenden sich an PSP und „ipunkt“. Diese informieren, beraten und vermitteln, leiten weiter an spezialisierte Beratungsdienste und ersparen so den Klienten, sich mühsam durchzufragen oder im Internet zu recherchieren.

Formal sind PSP und „ipunkt“ getrennt: Mit dem PSP kommt der Landkreis einer gesetzlichen Verpflichtung nach; der PSP ist Anlaufstelle für Ratsuchende aus Lörrach, Weil am Rhein, Inzlingen und dem Vorderen Kandertal für alle Fragen bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Er wird zu je einem Drittel von den Krankenkassen, den Pflegekassen und dem Landkreis als kommunalem Träger finanziert. Die Kosten sind auf jährlich 80 000 Euro veranschlagt.

Ebenfalls unter der Regie des Landkreises ergänzt der „ipunkt“, finanziert durch die Fritz-Berger-Stiftung, das Angebot. Er berät Menschen mit Behinderung ohne Pflegebedarf. Mit wöchentlichen Sprechtagen im Landkreis stellt er zudem eine wohnortnahe Pflegeberatung sicher. Für den Bürger sind PSP und „ipunkt“ eine zentrale Anlaufstelle mit Lotsenfunktion – nieder schwellig, kostenlos und unabhängig.

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