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Schwörstadt Feuerwehren stehen in immer größeren Wettbewerb

Der Kreisfeuerwehrverband Lörrach klagt über sinkenden Mitgliederzahlen. Bei der Versammlung in Schwörstadt dankt Landrätin Marion Dammann den Kameraden für ihren Einsatz.

Die Feuerwehr im Landkreis Lörrach ist nach wie vor gut aufgestellt. In 35 Feuerwehren mit 79 Abteilungen sowie sechs Werksfeuerwehren wird vorbildliche Arbeit geleistet. Günter Lenke, 2015 nochmals für eine Amtsperiode von fünf Jahren gewählter Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Lörrach, bilanzierte bei der Hauptversammlung in Schwörstadt ein arbeitsintensives Jahr. Schwörstadt war als Tagungsort ausgesucht worden, weil die örtliche Feuerwehr ihr 150-Jähriges feiert.

Ein wenig Sorgen bereitet Lenke indes der weitere Rückgang an Mitgliedern, nämlich um 27 auf 5249. Davon sind 3066 Aktive (minus 21), der Rest verteilt sich Altersmannschaft, Jugendfeuerwehr und Musikkorps. Das Gros ist im Ehrenamt tätig. Lediglich 16 Hauptamtliche stehen in den Reihen der Feuerwehr, dazu kommen 46 bei den Werksfeuerwehren. Die Zahl der Frauen liegt bei 121.

Kreisbrandmeister Christoph Glaisner berichtete von 410 Brandeinsätzen im vergangenen Jahr, bei denen 23 Personen in brenzligen Situationen geholfen werden konnte. Alles in allem bilanzierte er 2242 Einsätze, davon 1235 technische Hilfeleistungen, bei denen 177 Personen gerettet wurden. In 25 Lehrgängen wurden 451 Teilnehmer standortnah in Weil am Rhein aus- und fortgebildet.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Sven Herfort bei der Kreisjugendfeuerwehr soll Ende des Monats das Amt wieder neu besetzt werden. Die seitdem als Interimsvorsitzende agierende Stellvertreterin Susan Währer soll gewählt werden. Aktuell hat die Jugendfeuerwehr 736 Mitglieder, davon 138 Mädchen.

„Das Ehrenamt ist nach wie vor die tragende Säule für die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr“, hob Landrätin Marion Dammann die außergewöhnliche Arbeit der Feuerwehrleute hervor, die oft unter Gefahr fürs eigene Leben verrichtet werde. Sie beschwor den großen Zusammenhalt in der Familie der Feuerwehr und dankte allen Kameraden für ihren vorbildlichen Einsatz. Das Schwierigste sei zudem die Vorbereitung auf unterschiedliche Schadenslagen. Der Aufwand für die Hilfskräfte werde immer größer. So seien durch den starken Zustrom von Flüchtlingen jede Menge Arbeiten auch für die Feuerwehr angefallen.

Ein Dankeschön sagte Dammann auch den gut 500 Hilfskräften, die unlängst bei der Suchaktion nach dem kleinen Lukas im Kandertal dabei waren. Glaisner bescheinigte sie hervorragende Arbeit. Er habe in vielfältiger Art das Feuerwehrleben belebt und weiterentwickelt. Künftig müsse aber aufgrund der schulischen Entwicklung und des demokratischen Wandels klar werden, dass auch die Feuerwehr sich in einem größeren Wettbewerb befindet, um die nötigen Einsatzkräfte zu rekrutieren. „Wir müssen die Vorzüge der Feuerwehr noch stärker herausstellen“, forderte Dammann. Der Landkreis unternehme große Anstrengungen, um hier ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Gerhard Lai, stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, machte deutlich, dass es auch um zukunftsorientierte Rahmenbedingungen für das Ehrenamt sowie um die Anpassung der sozialen Absicherung der Feuerwehrangehörigen geht. Gerade sei mit der Landesregierung über höhere Leistungen verhandelt und eine gute Einigung erreicht worden. Unbedingt müsse an der Feuerschutzsteuer des Landes und dem zweckgebundenen Einsatz festgehalten werden. Ein Strategiepapier, mit der der Bestand an Feuerwehrleuten langfristig gesichert werde soll, steht in der Endphase der Diskussion mit dem Städte- und Gemeindetag. Und bei der Aufwandsentschädigung für Führungskräfte tue sich was.

Ehrungen

  • Ehrenkreuz in Silber: Michael Birlin (Degerfelden), Willi Haas (Wieslet), Horst Simon (Haagen) und Werner Schmid (Efringen-Kirchen).
  • Ehrenkreuz in Bronze: Dietmar Gempp (Mappach), Timo Schörlin und Michael Wetzel (Efringen-Kirchen).
  • Ehrenmedaille in Gold: Wolfdieter Hasler (Brombach) und Markus Wech (Hauingen).

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