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Kreis Lörrach FDP setzt auf Neupositionierung

Die Kreis-FDP betont bei ihrem Neujahrsempfang, wie wichtig es ist, ihre Prioritäten zu vermitteln

Gut gelaunt hat sich die FDP bei ihrem Neujahrsempfang im Zehnthaus präsentiert. Der Vorsitzenden des Kreisverbands garnierte seinen Rück- und Ausblick selbstkritisch und stellte die Neupositionierung vor, unterstützt von Manfred Vohrer.

In seiner Rede erinnerte Kreisvorsitzender Harry Vogt an das Wahljahr, das von den Ortsverbänden sehr viel Einsatz verlangt habe. „Dem Bundestrend zum Trotz haben wir in Efringen-Kirchen, Rheinfelden, Weil am Rhein und in Grenzach-Wyhlen achtbare Ergebnisse erzielt“, freute er sich. In Lörrach hingegen war das Ergebnis für Vogt enttäuschend, obwohl es auch dort eine große Zahl liberaler Bürger gebe.

Als Reaktion darauf seien Strukturen für einen wieder funktionierenden Lörracher Ortsverband geschaffen worden, dessen Unterstützung ganz oben auf der Agenda stehe. An Armin Schuster gewandt, Bundestagsabgeordneter der CDU, hoffte Vogt, bald wieder Gemeinsamkeiten in Bund und Land zu haben. Das vergangene Jahr habe der FDP zur klaren Bestimmung der Position und auch Identität gedient. Das Jahr 2015 wolle der Kreisverband nun dazu nutzen, sein Profil auch nach außen wieder klar und unmissverständlich darzustellen. „Ich bin zwar fest davon überzeugt, dass es unser liberales Gedankengut mehr denn je braucht, wir müssen aber ganz ganz feste daran arbeiten, dies auch zu vermitteln“, schloss Vogt.

Gastredner Manfred Vohrer stellte den Beschluss „Blaues Wachstum – Unser Weg für Baden Württemberg“ des Landesparteitages vor. Es sei im Moment schwierig, als FDP zu agieren, erklärte er vorweg, denn von einstmals 14 Prozent sei diese auf 4,8 Prozent der Wählerstimmen gefallen. Dennoch müsse sich die FDP von anderen Parteien abgrenzen, ihre Prioritäten klar vermitteln. So ist für ihn zentral, soziale Regeln aufzustellen, ohne die Marktwirtschaft zu gefährden. So sieht er Mütterrente und Mindestlohn als Störfaktoren der Marktwirtschaft an. Vorangetrieben werden soll auch das Einwanderungsgesetz, man könne dazu etwa Kanada oder der Schweiz über die Schulter schauen. Auch Bürgermeister Tobias Benz war zum Empfang gekommen. Auf ihn warten spannende Themen, die angegangen werden müssen, erklärte er. Manche davon beträfen aber nicht nur die Doppelgemeinde, sondern seien für den ganzen Landkreis eine Herausforderung, wie beispielsweises die Unterbringung von Flüchtlingen.

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