Herr Schilling, wann und warum waren sie das erste Mal in Zermatt?
1982 wollte ich mit einem Bergführer das Matterhorn besteigen, wir mussten aber witterungsbedingt oberhalb der Hörnli-Hütte umkehren. Seither gilt für mich das Motto „Einmal Zermatt – immer Zermatt“.
Was ist an Zermatt und dem Matterhorn so anziehend, ist es nicht eher ein großer Vergnügungspark für internationale Touristen?
Nach dem Absturz von vier Bergsteigern bei der Erstbesteigung wurde der Mythos Matterhorn geboren. Seither sind ihm unzählige Bergsteiger erlegen und mussten ihre Anstrengungen mit dem Leben bezahlen. Diejenigen, die den Berg bezwungen haben, kamen zu Ruhm. Das Matterhorn hat seit der Erstbesteigung im Jahr 1865 durch Edward Wymper nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Das zeigt auch der Massentourismus, der trotz hohem Frankenkurs floriert.
