Klettgau „Es ist eine Katastrophe für Klettgau!“
Was bedeutet für die Gemeinde das Aus für Eralmetall?
Es ist eine Katastrophe. Wir verlieren als Gläubiger nicht nur – wie schon bei der ersten Insolvenz der Firma 2008 – viel Geld. Wichtiger ist der soziale Aspekt mit den Arbeitsplatzverlusten. Die meisten Aluminium-Gießer sind zwischen 40 und 50 Jahren alt und schwer in neue Stellen zu vermitteln. Schließlich muss der regionale Arbeitsmarkt ja schon die Schließung der Papierfabrik Albbruck mit über 500 Betroffenen verkraften. Auch die Schweiz bietet aktuell kaum freie Stellen.
Wer ist Schuld am Niedergang von Eralmetall?
Die Belegschaft kann nichts dafür. Ausschlaggebend sind hier ausschließlich schwere Fehler des Managements.
2010 kam das Aus für die traditionsreiche Spinnerei Synteen, deren Areal seither weitgehend brach liegt. Droht Erzingen nun mit der Schließung von Eralmetall eine neue Industrie-Brache?
Neue Industrieansiedlungen sind nicht in Sicht. Wir können höchstens darauf hoffen, dass eine Schweizer Firma bei einem anhaltend starken Franken-Kurs über die Grenze kommt und sich im Klettgau ein Standbein innerhalb der EU verschafft. Aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.
