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Kanton Aargau

Mord an 16-Jähriger: Er wollte nur in Haft

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Der 25-jährige Schweizer Daniel Hofmann hat die 16-jährige Lucie Trezzini eigenen Aussagen zufolge nur deshalb getötet, weil er zurück ins Gefängnis wollte. Einen Streit habe es nicht gegeben.

Daniel Hofmann hat gestanden, die 16-jährige Lucie Trezzini getötet zu haben (Polizeifoto).
Kantonspolizei

Der 25-jährige Daniel Hofmann hat bei der Polizei angegeben, er habe die 16-jährige Lucie Trezzini nur deshalb getötet, weil er sich plötzlich der Ausweglosigkeit seiner Lebenssituation klar geworden war. Ohne Arbeit, mit Drogenproblemen und bei drohendem Verlust seiner Freundin sei ihm bewusst geworden, dass er sein Leben lieber in Haft als in Freiheit verbringen wollte. Daraufhin habe er den Entschluss gefasst, die 16-Jährige zu töten. Dies habe der Täter in seinem Geständnis geäußert, teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen in Aarau im Kanton Aargau mit.

Der 25-Jährige hatte das 16-jährige Au-Pair-Mädchen am Mittwoch vergangener Woche in der Nähe des Bahnhofs Zürich angesprochen und mit dem Versprechen auf eine Fotoshooting in seine Wohnung nach Rieden bei Baden im Kanton Aargau gelockt. Dort habe er sich mit dem Mädchen über das Fotoshooting unterhalten. Einen Streit hätte es nicht gegeben. Als er sich mit dem Mädchen unterhielt, seien ihm plötzlich Phantasien in den Kopf gekommen und die Ausweglosigkeit seiner Lebenssituation klargeworden. Daraufhin habe er ein Schlagwerkzeug genommen und mehrmals auf die 16-Jährige eingeschlagen. Als er bemerkt hätte, dass sie noch lebte, habe er ein Messer zu Hilfe genommen.

Lucie Trezzini.
Kantonspolizei

Ob es zu sexuellen Handlungen gekommen war, wollte die Polizei nicht ausschließen. Es gebe aber keine Verletzungen im Genitalbereich des Opfers.

Die Polizei sucht nun nach weiteren Mädchen, die der 25-Jährige angesprochen hatte. Hofmann hatte selbst ausgesagt, dass er auch andere Mädchen angesprochen und mehrere mit dem Versprechen auf ein Fotoshooting in seine Wohnung gelockt hatte. Zu Gewalttaten sei es seinen Angaben zufolge aber nicht gekommen. H. war wegen der versuchten Tötung einer Frau im Jahr 2003 im Kanton Aargau bereits einmal verurteilt worden.

Die Polizei war auf die Spur des Täters gekommen, weil dieser mit dem Handy des Opfers einen 18-jährigen Kollegen angerufen hatte. Der 18-Jährige war zunächst in U-Haft genommen worden, inzwischen ist er aber wieder auf freiem Fuß. Er hat nach Ansicht der Polizei nichts mit der Tat zu tun.

Die 16-jährige Lucie Trezzini, ein Au-Pair Mädchen aus dem Kanton Freiburg, war am Mittwoch vergangener Woche von ihrer Gastmutter aus Pfäffikon im Kanton Schwyz als vermisst gemeldet worden, als sie von einer Reise nach Zürich nicht zurückkehrte. Am Sonntag fand die Polizei die Leiche des jungen Mädchens in der Wohnung des Täters in Rieden bei Baden. Am vergangenen Montag stellte sich Daniel H. kurz vor der Pressekonferenz, bei dem die Polizei ihn zur Fahndung ausschreiben wollte.

Die Kantonspolizei Aargau hat nun den vollen Namen und ein Bild von Daniel Hofman veröffentlicht, um weitere Mädchen zu finden, die von ihm angesprochen und zu ihm nach Hause eingeladen wurden. Sie sollen sich bei der Kantonspolizei unter der Telefonnummer 0041/628358181 melden.

KOMMENTARE [3]
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szmtag
Völlig krank!!!!

von wom80 (932 Beiträge) 12.03.2009 11:08

Ein wildfremdes 16-jähriges Mädchen zu töten, "nur" um wieder "in den Knast zu kommen", wie krank ist denn dass?!?! Wegen diesem degeneriertem Individuum ist ein junges Leben grausam und brutal zerstört und beendet worden! Manchmal bin ich doch wieder für die Einführung der Todesstrafe!
szmtag
...

von blogotronic (693 Beiträge) 12.03.2009 11:40

Erschreckend, wie nichtig und banal manchmal die Gründe sind, ein Verbrechen zu begehen...
szmtag
Er wollte nur in Haft

von derposchtler (263 Beiträge) 13.03.2009 06:49

für mich eine Schutzbehauptung.
Ich denke, dass sexuelle Motive dahinter stecken.

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Autor: Jan Wienrich
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