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08.10.2012  |  von Thomas Güntert  |  0 Kommentare

Jestetten Naturpark rückt immer näher

Jestetten -  Mit der bilateralen Vereinbarung zwischen dem Kanton Schaffhausen und dem Bundesland Baden-Württemberg wurde der Grundstein für den ersten grenzüberschreitenden Naturpark, sowohl für Baden-Württemberg als auch für die Schweiz, gelegt.

Sie unterzeichneten in Altenburg das bilaterale Abkommen bezüglich des grenzüberschreitenden Naturparks Schaffhausen (von links): Beat Hedinger, Schaffhauser Tourismusdirektor; Tilman Bollacher, Landrat Kreis Waldshut; Naturschutz- und Verbraucherminister Alexander Bonde; Lottstettens Bürgermeister Jürgen Link und der Schaffhauser Regierungsrat Reto Dubach.  Bild: Güntert

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Alexander Bonde (Grüne), Naturschutz- und Verbraucherminister des Landes Baden Württemberg, Reto Dubach (FDP), Schaffhauser Regierungsrat, Hansruedi Meier, Präsident des Trägervereins und die Gemeindeoberhäupter von Jestetten und Lottstetten, Ira Sattler und Jürgen Link, unterschrieben den Vertrag im Beisein von Landrat Tilman Bollacher.An der Altenburger „Schanz“, Überreste einer keltischen Siedlung, traf sich die regionale Politprominenz, die von Ira Sattler über die einzigartige geografische Lage des Jestetter Zipfels informiert wurde.

Nach einem kurzen Apéro fuhr der Tross zur Vertragsunterzeichnung zur Lottstetter Hauweghütte. Alexander Bonde war beeindruckt über diesen kleinen Zipfel Deutschland, der in die Schweiz ragt: „Die Natur entwickelt sich hier, wie ihr es gefällt und orientiert sich nicht nach Grenzen.“ Bonde sagte dem Naturpark, der als Modellprojekt behandelt wird, eine Bezuschussung durch das Land zu. Reto Dubach betonte, dass die Initiative von der Schweiz ausgegangen ist und es keine Idee der EU war. „Wir unterzeichnen heute nicht unseren EU Beitritt“, scherzte der Schaffhauser Regierungsrat. Die hohen Natur- und Kulturwerte sollen sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung verbinden, ökologisch und ökonomisch, so Dubach.

Naturpark muss zusammenhängende Fläche sein


Das Gebiet des künftigen Naturparks erstreckt sich vom Randen über den Klettgau und den Reiat zu den kantonalen Enklaven Buchberg und Rüdlingen. Da der Naturpark eine zusammenhängende Fläche sein muss, schließen die deutschen Gemeinden Jestetten und Lottstetten die Lücke. Buchberg will jedoch vorerst nicht dem Trägerverein beitreten. Der Rüdlinger Gemeinderat, der sich bereits für einen Beitritt entschieden hat, will den Beitrittskredit allerdings noch vor die Gemeindeversammlung bringen. Die wichtigsten Mitglieder des Trägervereins sind die beteiligten Gemeinden. Vereinspräsident Hansruedi Meier sieht in der denkwürdigen Vertragsunterzeichnung Mehrwerte für eine schwache ländliche Struktur und ein Fundament für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

 

Die Ziele des 258 Quadratkilometer großen Naturparks liegen darin, natürliche Ressourcen zu nutzen, die nachhaltig betriebene Wirtschaft zu stärken und die Qualität von Landschaft und Natur ohne Schutzbestimmungen und Einschränkungen aufzuwerten. Im Januar 2013 wird der Managementplan zur endgültigen Abklärung beim Bundesamt für Umwelt eingereicht.

 
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