Jestetten Jestetter Sommerfest des Helferkreises bietet Einblicke in die Flüchtlingsarbeit

Zahlreiche Besucher waren am Sonntag beim Fest des Helferkreises und der Kolpingfamilie. Multimediale Elemente verdeutlichten dabei eindrucksvoll auch Einzelschicksale.

Jestetten (rkr) Das Sommerfest des Helferkreises für Flüchtlinge und der Kolpingfamilie Jestetten lockte am Sonntag zahlreiche Besucher auf den Hof der Schule an der Rheinschleife. Bei strahlendem Sonnenschein waren es nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten und musikalische Unterhaltung des Musikvereins und des Akkordeonorchesters Jestetten, die zum Verweilen sorgten, es gab jede Menge Information und Stoff zum Gedankenaustausch.

Am Infostand des Helferkreises konnte anhand der aufschlussreichen Bilddokumentation nachvollzogen werden, was in Jestetten in puncto Flüchtlingsarbeit geleistet wird. Viel wurde von den Helfern auf den Weg gebracht, und die Bilder veranschaulichten die unterschiedlichsten Aktionen oder Themen, derer man sich angenommen hatte, sei es im Sprachunterricht, bei der Dorfputzete, den Kleiderbörsen oder Cafés der Begegnung. Die Fotos zeigten auch, dass den Flüchtlingen bei vielen Gelegenheiten unsere Tradition nähergebracht wurde, die Menschen waren mit dabei beim Erntedank, der Fasnacht und vielen anderen Veranstaltungen.

Während am Infostand über Integration und Hilfe für die Menschen vor Ort diskutiert wurde, war am Infomobil des Kolpingwerks die aus Bonn stammende Desirée Rudolf anzutreffen. Die junge Frau hatte das kompakte Fahrzeug alleine von München nach Jestetten gesteuert, und sie berichtete, dass sie kürzlich ihr Studium der Geographie abgeschlossen habe. Ihre Kontakte zu Kolping seien über die Jugendgemeinschaftsdienste entstanden und während ihrer Studienzeit sei sie immer wieder mit der Kolpingroadshow auf Tour gewesen und nun erstmals auf Station im Landkreis Waldshut.

Die Roadshow ist ein EU-gefördertes Projekt und bietet eine Fülle von Infos über Flucht und Integration. Mit multimedialen Elementen konnten sich die Besucher ein Bild über Einzelschicksale geflüchteter Menschen machen, beeindruckend auch ein auf der Theke liegender Rucksack, dessen Inhalt zeigte, was ein junger Mann auf seiner Flucht bei sich trug. Viel mehr als ein bisschen Wäsche zum Wechseln war da nicht.

Vor dem Infomobil war ein Tischkicker aufgebaut, hier gab es einen freundschaftlichen Wettkampf zwischen den jungen Flüchtlingen aus Eritrea und Einheimischen. Horst Weible, Hauptkoordinator des Helferkreises, wusste zu berichten, dass die jungen Eriträer besonders engagiert seien und sich dringend nach Arbeit sehnten. Die Organisatoren zeigten sich erfreut, dass das Fest so gut angenommen wurde und Udo Schulze, Vorsitzender der Kolpingfamilie Jestetten fand, dass das auf dem Schulhof stehende Kriegerdenkmal zu einem Mahnmal für den Frieden werden sollte.

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