Ibach Ibacher Bürger fragen nach
06.12.2011
Nach drei Anläufen wurden inzwischen einer im Vergleich zur ersten Fassung deutlich schlankeren Planungsvariante Zuschüsse in Höhe von 353 000 Euro bewilligt. Planer Franz Riede erläuterte zunächst die Probleme der bestehenden Anlage. Die Gräber stehen sehr eng beieinander, die Ablaufzeiten benachbarter Gräber sind völlig unterschiedlich. Dadurch wird eine komplette Neuanlage eines bestehenden Grabfeldes nahezu unmöglich. Eine solche ist nur dann möglich, wenn über einen längeren Zeitraum neue Gräber nur noch in einem anderen Feld angelegt werden. Das soll durch die Erweiterung nach Süden hin gewährleistet werden.
Das neue Konzept beinhaltet eine Umstellung des Friedhofskreuzes sowie des Kriegerdenkmals. In direkter Nachbarschaft der Kirche soll ein Bereich geschaffen werden, der Gestaltungsspielraum bietet für Urnengräber, eine Stelenwand, für einen Brunnen sowie für die Aufstellung des Friedhofskreuzes einschließlich eines Plätzchens zum Sitzen und Verweilen. Das Kriegerdenkmal soll an die Mauer angelehnt werden, um davor einen Freiraum für offizielle Anlässe zu schaffen. Kaiser räumte ein, das Konzept müsse langfristig betrachtet werden, die Umsetzung werde durchaus 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen. Als Nahziel formulierte Riede, die Erdarbeiten bis Juni/Juli 2012 durchzuziehen. Da dieser Posten der finanziell unwägbarste sei, könne danach über die Gestaltung offener Punkte wie den der Urnenplätze entschieden werden.
Aufgrund der vielen auch in Bürgermeister Kaisers Bericht deutlich gewordenen Überschneidungen der Verwaltungsgeschäfte von Dachsberg und Ibach sowie aufgrund der Möglichkeit, durch die Übertragung der Verwaltung von St. Blasien nach Dachsberg im Ibacher Haushalt jährlich 10 000 Euro einzusparen, haben sich St. Blasien und Ibach einvernehmlich für die vorzeitige Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft zum Ende des Jahres ausgesprochen. Das Kommunalamt hat der Übertragung der Verwaltungsgeschäfte auf die Gemeinde Dachsberg ebenfalls zugestimmt.
Zur Erledigung von Geschäften stehen den Ibachern in Zukunft die gesamten Öffnungszeiten des Dachsberger Rathauses zur Verfügung. Dennoch wurde in der Diskussion die Tendenz ersichtlich, zunächst für ein Jahr die bisherige Sprechstundenregelung im Ibacher Rathaus einmal vormittags und einmal nachmittags pro Woche beizubehalten.
