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Ibach Glaube steht im Mittelpunkt

07.02.2012


Mit einem großzügigen Atelier hat sich Ingeborg Laine in Ibach einen Traum erfüllt

„Damit habe ich mir einen Traum verwirklicht, den ich mit 15 hatte“, erklärt Ingeborg Laine und deutet in den großzügig ausgestatteten Raum, den sie in ihrem Haus in Ibach als Atelier nutzt. Und ihre Pläne, ihre Ideen gehen noch weiter. Eine Galerie im eigenen Haus könnte sie sich vorstellen.

Eine erste CD mit eigenen Liedern erschien im Januar 2008. Auf dem Künstlertreff in St. Blasien hatte sie originellen, aus perlenbesetzten Sicherheitsnadeln gefertigten Schmuck dabei. Ein Kunststudium war ihr, als sie die Schule beendet hatte, nicht möglich, berichtet sie, aber sie hatte mit der damals zur Hälfte kaufmännischen und zur anderen Hälfte handwerklichen Ausbildung zur Inneneinrichterin einen guten Kompromiss gefunden. Beruf und Familie ließen ihr in den folgenden Jahrzehnten wenig Zeit für künstlerische Betätigung. Vor zehn Jahren dann nahm sie diese vermehrt wieder auf. Durch eine überstandene Krankheit gereift, schöpft sie heute Bilder aus ihrem Inneren heraus, in die sie vielfach geistliche oder allgemein philosophische Themen einfließen lässt.

Diese ihrem Glauben entspringenden künstlerischen Aussagen dürfen auch schon mal ihre Zeit brauchen, um das Licht der Welt zu erblicken, sodass ihr Ehemann in Betrachtung eines Werkes, das sich aus unzähligen kleinen, einzeln gerollten, geklebten und eingefärbten Zeitungsstreifen zusammensetzt, schmunzelnd anmerkt: „Nach einem Vierteljahr hatte ich mich daran gewöhnt.“

Vor sechs Jahren kam das Ehepaar nach Ibach, und die Künstlerin bekennt, was sie besonders an Ibach liebe, sei, dass es die heutige Schnelllebigkeit nicht mitmache. „Hier kann man sich davon wirklich erholen, und wenn wir mal wieder in die Stadt gehen, vermissen wir diese Ruhe nach zwei Stunden bereits“, erklärt Ingeborg Laine, die es sich inzwischen auch schon mal leistet, einen Künstler zu einer Malwoche zu sich nach Hause einzuladen, statt wie noch vor ein paar Jahren zu Kursen im In- und Ausland zu reisen.

Wichtig ist es ihr indes nach wie vor, sich Impulse von anderen Künstlern zu holen, Techniken auszuprobieren und zu vervollkommnen. Im früheren Wirkungskreis im Stuttgarter Raum gehört sie nach wie vor zu einer Künstlergruppe mit dem Namen „Arte di Dio“, die mit ihrer Kunst zugleich ihren Glauben zum Ausdruck bringen möchte.

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