Hohentengen am Hochrhein Brückenprotest gegen Atomkraft

Einige Gemeinderäte rufen zu Aktionen auf Brücken auf. 30. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe als Anlass

Zu einem „Brückenprotest gegen Atomkraft“ auf der Rheinbrücke Hohentengen-Kaiserstuhl rufen am Sonntag, 24. April, 15 Uhr, die Hohentengener Organisatoren Ulrike Gabrin (SPD), Rosi Drayer (SPD) und Peter Schanz (Grüne) anlässlich des 30. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe und fünf Jahre nach Fukushima die Bevölkerung auf. Die Aktion findet im Rahmen der Brückenaktionen am Oberrhein statt. Ein Bündnis von badisch-französisch-schweizerischen Umweltgruppen und Bürgerinitiativen ruft an diesem Tag zu gemeinsamen, dezentralen Aktionen auf. Anlass für die drei Gemeinderäte, wie vor fünf Jahren schon, in der Hochrheingemeinde Hohentengen, unweit eines möglichen Standortes für ein schweizerischen Atommüllendlager gelegen, sich ebenfalls mit einer Protestkundgebung zu beteiligen.

„Meine Motivation ist bewusst der Protest nicht in Berlin, sondern hier an der Schweizer Grenze, wo mit Beznau unweit das älteste Atomkraftwerk der Welt steht und auch das Kraftwerk Leibstadt nach deutschem Recht nicht mehr betrieben werden dürfte“, sagt Peter Schanz, Kreisrat und Kreisvorsitzender der Grünen. „Es gilt insgesamt auf dieser Welt, nicht mehr auf Atomkraft zu setzen. Auch Fessenheim muss längst abgeschaltet werden“, äußerst Ulrike Gabrin, SPD- und BUND-Ortsvorsitzende. „Es geht um das Gedenken an die Opfer dieser Technologie, aber auch um die ungelösten Probleme, die diese von der Urangewinnung bis zur Endlagerung mit sich bringt. Man kann daran verzweifeln oder seine Meinung äußern und damit ein Signal senden“, ist Motivation für Rosi Drayer, Co-Präsidentin von LoTi (Nördlich Lägern ohne Tiefenlager).

Beginn der Protestveranstaltung ist um 15 Uhr beim Parkplatz an der Antoniuskapelle (oberhalb Zollübergang Rötteln), von dort geht es über die L 161 Richtung Rheinbrücke.

Auf ihr findet eine Abschlusskundgebung mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, Heini Glauser von Greenpeace und Schweizerischer Energiestiftung, Iris Frei von „Nie wieder Atomkraftwerke Aargau“ und „Menschenstrom gegen Atom“, Regula Rytz, Nationalrätin und Co-Präsidentin Grüne/Schweiz und Peter Schanz, Kreis-Grüne, statt.

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