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HohentengenaH Auf dem Rad über 15 Pässe

14.03.2009
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Sie haben einen Traum – und der rückt immer näher. Andreas Hosp (44) und Peter Müller (36) aus Hohentengen sind leidenschaftliche Rennradfahrer. Vom 28. Juni bis 4. Juli starten sie an der 7. Jeantex-Tour-Transalp. Die führt von Sonthofen über Österreich ins italienische Arco am Gardasee: 877,5 Kilometer, 15 Alpenpassüberquerungen und 18 430 Höhenmeter sind bei diesem Etappen-Rennen in sieben Tagen zu bewältigen.

Hohentengen – Die erste Hürde hat das Duo schon geschafft, denn um überhaupt an diesem wohl bekanntesten Etappenrennen für Freizeitsportler, Amateure und Profis teilnehmen zu können, muss man schnell sein. Innerhalb von Minuten waren die 1000 im Internet ausgeschriebenen Plätze am 1. Dezember bereits ausgebucht. Die Starter kommen aus 26 Ländern. Angetreten wird immer in Zweierteams.

Andreas Hosp sitzt schon lange im Sattel, bereits mit 14 Jahren ist er Radrennen gefahren, war Bezirksmeister und Südbadischer Vizemeister. Dann pausierte er viele Jahre, ehe er 2005 wieder intensiver zu trainieren begann und wieder an Rennen teilnahm.

Peter Müller ist erst seit zwei Jahren dabei. Die beiden sind fast Nachbarn und kamen zufällig ins Gespräch. Andreas nahm ihn mit auf Tour, es ging auch an Wettbewerbe, allerdings mit dem Mountainbike. Dann hat sich auch Peter Müller ein Rennrad gekauft. „Mit dem ging es dann richtig los.“

Was fasziniert die beiden am Radsport? „Es ist Fun und Erholung. Man kann relativ schnell eine Leistungssteigerung feststellen. Und man hat die Möglichkeit, die eigenen Grenzen auszutesten“, sagt Peter Müller. „Den Kopf freimachen, abschalten – das leise, leichte und schnelle Dahingleiten auf dem Rennrad. Das ist ein tolles Gefühl“, meint Andreas Hosp.

Die Idee, am härtesten Etappenrennen für Freizeitradler teilzunehmen, kam Hosp bei der Lektüre eines Buches, geschrieben von einem Teilnehmer des Rennens. „Willst du den Rest des Lebens nur spazieren fahren – das war der motivierende Satz aus diesem Buch.“

Im Dezember haben Hosp und Müller gezielt mit dem Training angefangen. Vier bis sechs Stunden die Woche waren sie unterwegs, bei Schnee zu Fuß oder am Rollentrainer. Krafttraining gehört ebenfalls dazu. Jetzt wird es intensiver, am Wochenende stehen 120 Kilometer-Touren auf dem Programm, im April/Mai wird nochmals zugelegt.

Die Teilnahme fordert auch sonst ihren Tribut: Rund 4000 Euro rechnen die beiden für Teilnehmergebühren, Bekleidung, Ersatzteile, Übernachtung und Verpflegung. Mitfinanziert werden soll dies über Sponsoren. Zwei haben sie bereits, einen schweizerischen Fahrradhändler und Charly Schneider von „Schneider Bike-Handel“ aus Hohentengen.

Gibt es mitunter Zweifel, ob sie die strapaziöse Tour schaffen? „Die Freude auf das Rennen überwiegt, wenn auch manchmal Zweifel kommen. Unser Trainingszustand ist gut und den Willen zur Tour haben wir – da wird es schon klappen“, sind beide überzeugt.

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