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Hohentengen am Hochrhein 3300 Euro für die Nachsorgeklinik Tannheim

Der pensionierte Gartenbauer Peter Salomon fertigt seit 2012 Steinskulpturen und spendet den Verlaufserlös

Manchmal kommen mit einer Idee gleich mehrere gute Dinge zusammen, wie bei Peter Salomon. Seit drei Jahren fertigt der pensionierte Gartenbauer Steinskulpturen, verkauft sie gegen eine Spende und stiftet den Reinerlös der Nachsorgeklinik Tannheim. 3300 Euro kamen seit 2012 zusammen, zur Freude des Künstlers, der Käufer und natürlich der Klinik.

2011 fing alles an. Für seinen Garten gestaltete Peter Salomon eine Deckenplatte für einen Springbrunnen. Es blieben Reste übrig, zu schade zum Wegwerfen. Auch aus seinem Gartenbaubetrieb war noch einiges vorhanden und er kam auf die Idee, diese zu einer Skulptur zusammenzufügen. Bezeichnender Titel: „Die Energie“. Mit selbiger ist Peter Salomon (81) seitdem am Werk.

62 Skulpturen sind mittlerweile entstanden, in unterschiedlicher Größe, mal abstrakt, mal gegenständlich, mit einer Idee als Thema oder lediglich der schönen Form geschuldet. Auch die eine oder andere Auftragsarbeit hat er umgesetzt. „Die Leute wollen am ehesten etwas, was man erkennt. Oder etwas aus geometrischen Formen“, ist seine Erfahrung. Da es in seinem Garten allmählich eng wurde, kam er auf die Idee, die Skulpturen gegen eine Spende von mindestens 100 bis 150 Euro zu verkaufen. Der Erlös sollte einer guten Sache zukommen, direkt und nicht irgendwo in einer Verwaltung aufgehen. Selbst Vater, konnte er sich gut vorstellen, wie wichtig es ist, als Familie mit einem schwerkranken Kind Unterstützung zu bekommen. Da war klar, er spendet für die Nachsorgeklinik Tannheim. „Mit den Kindern hier den Aufenthalt gemeinsam zu verbringen, ist einer Heilung sicher förderlich“, sagt er.

Die erste Spende über 1300 Euro hat er 2012 zusammen mit seiner Frau und Enkelin der Klinik persönlich überbracht und war sehr beeindruckt, als er alles gezeigt bekam. „Ich habe gleich versprochen, wenn es weiter gut läuft mit den Skulpturen, kommt die nächste Spende.“ 2013 und 2014 wurden es wieder jeweils 1000 Euro.

Peter Salomon kommen immer neue Ideen. Dann überlegt er, wo er das Material dafür herbekommt, fertigt eine Skizze, probiert, verwirft, geht neu ans Werk. Im Garten hat er dazu eine Werkecke eingerichtet, wo die Steine, vorwiegend Granit, geschnitten, geflext und geklebt werden. Bis zu 15 Stunden arbeitet er an einer Skulptur, je nach Größe und Schwierigkeit. Im Winter ist Schaffenspause, zu kalt draußen. Aber die neuen Ideen reifen schon wieder.

40 Skulpturen hat er in den drei Jahren verkauft, 22 sind derzeit noch in seiner Ausstellung vor dem Haus und im Garten der Rheinstraße 17 in Herdern zu sehen und zu kaufen. Und eine gute Sache wird damit auch unterstützt.

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