– Bei arktischen Temperaturen starten am Freitagabend 26 tapfere Langläufer zum Zwei-Stunden-Nachtvolksskilauf des Skiclub Hotzenwald. 2,5 Kilometer perfekt gespurte Loipe waren im klassischen Laufstil oder im Skating binnen zwei Stunden so oft wie möglich zu bewältigen.
Bei minus 18 Grad lagen die gefühlten Temperaturen durch den eisigen Ostwind noch deutlich niedriger, was vor allem den zahlreichen Helfern entlang der Loipe zu schaffen machte.
Dank Vereinsmitglied Andreas Gerber kämpften die Jugendlichen in diesem Jahr erstmals um eigene Wanderpokale. Die Geschwister Hannah und Henrik Grobert fuhren hier mit einer beachtlichen Leitung von 27,5 beziehungsweise 30 Kilometern allen davon. Bei den Damen sicherte sich Ilse Rudigier aus Hänner den Helmut Lauber-Gedächtnispokal mit 22,5 Kilometern. Matthias Schnabel, verteidigte seinen Pokal mit 35 Kilometern in der Kategorie Herren erfolgreich und holte nach der Vereinsmeisterschaft nordisch vor einer Woche Sieg Nummer zwei auf der Nachtloipe in Großherrischwand.
Bereits zum 15. Mal startete Gerhard Bühler aus Todtmoos. „So kalt war's noch nie“, kommentierte der 65-Jährige die harten Bedingungen für die Läufer. Auch der älteste Teilnehmer, Henry Fellhauer aus Bad Säckingen, kämpfte sich mit seinen 74 Jahren tapfer durch den eiskalten Wind. „Ich halte mich das ganze Jahr fit, sonst würde ich das nicht schaffen“, erklärte er zufrieden mit seiner Leistung, die ihm sogar das Sportabzeichen einbrachte. Neun weitere Läufer waren hierzu angetreten. Dabei mussten je nach Alter zwischen 15 und 4 Kilometern in gestaffelten Zeitfenstern bewältigt werden. Prüfer Werner Siebold war jedenfalls stolz auf seine Sportler. Mit elf Jahren waren Victoria Huber und Jasmin Bächle die jüngsten Teilnehmer und hielten bravourös mit. An der Teestation froren die Vereinsmädels indes fürchterlich, während die Rundenzähler vor lauter Schals und Mützen kaum noch die Startnummern erkennen konnten.
Auch die Damen vom DRK-Ortsverein Herrischried trotzten der Kälte, waren aber froh, dass alles reibungslos ablief. Mit Linsensuppe, Glühwein und Tee wärmten sich alle im gemütlichen „Loipenstüble“ nach dem Lauf wieder auf. Mit einer Gedenkminute erwiesen die Wintersportler dort ihrem am Donnerstag verstorbenen Kameraden Kurt Jehle die Ehre.