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Herrischried Ein Abend voller Überraschungen

Schauspieler Peter Schell und Akkordeonistin und Chansonnette Christine Schmid gastieren im Rahmen der Reihe „Kultur uff'm Wald“ in der Rotmooshalle

Einen locker und frisch gestalteten Abend voller Überraschungen boten Christine Schmid und Peter Schell bei „Kultur uff'm Wald“.
Einen locker und frisch gestalteten Abend voller Überraschungen boten Christine Schmid und Peter Schell bei „Kultur uff'm Wald“. | Bild: STEINEBRUNNER

Einen Abend voller Überraschungen einschließlich Publikumsbeteiligung versprach Roland Baumgartner von der Hotzenwald Tourismus GmbH den Zuhörern, die zum gemeinsamen Auftritt von Schauspieler Peter Schell und Akkordeonistin und Chansonnette Christine Schmid im Rahmen der Reihe „Kultur uff'm Wald“ in die Rotmooshalle gekommen waren. Locker vom Hocker sozusagen plauderte der Darsteller des Karl aus der Serie „Die Fallers“ denn auch über sich und sein Metier, wobei er immer wieder die geradezu fulminante Rezitation von Balladen und humoristischen Gedichten einstreute, während Christine Schmid die passenden Chansons dazu lieferte.

Nach einer recht kurzen Eingewöhnungsphase und mehreren gezielten Aufforderungen sprudelten die Fragen aus dem Publikum, und so erfuhren die gespannt lauschenden Anwesenden auch einiges Neue über den beliebten Seriendarsteller, etwa, dass er gerade im Begriff sei, in Freiburg beim Halbmarathon teilzunehmen, dass es teilweise seiner ganzen schauspielerischen Fähigkeiten bedürfe, an einem Drehtag, an dem die Küchenszenen an der Reihe seien, als – mittlerweile pappsatter – Vegetarier zum fünften oder sechsten Mal das gut gekochte badische Schäufele zu loben, oder dass er schon als kleiner Junge gebannt Graf Yoster im Fernsehen gesehen habe und es als große Ehre ansehe, mit dem mittlerweile fast 100-jährigen, noch topfitten Grandseigneur der Branche, Lukas Ammann, gedreht zu haben.

Mit Genuss zitierte Schell die ersten niederschmetternden Reaktionen der Presse auf den Serienbeginn der Fallers, die inzwischen in 700 Folgen ausgestrahlt wurde, ohne dass ein Ende in Sicht wäre, und fügte seinen eigenen, ebenso humorvoll wie sprachlich gekonnt formulierten Anekdoten teilweise recht ironische Lebensweisheiten in Reimform von Bertold Brecht und Heinrich Heine an.

Christine Schmid trug ebenso heiter das Dasein wie das Schicksal im Allgemeinen als auch die kleinen Eigenheiten und Fehler im Besonderen auf die Schippe nehmende Songs vor wie „Das Leben ist ein Zirkus“, Edith Piafs unvergessene Hits wie „Milord“ oder „Je ne regrette rien“, „Lili Marleen“, oder Eigenproduktionen wie „Jeder Mann hat irgend etwas, das gefällt“, wobei sie auch musikalisch die Persiflage für sich entdeckt hat, was ihrem Akkordeonspiel einen ganz besonderen Reiz und eine federnde Leichtigkeit verleiht.

Gemeinsam improvisierten die beiden Künstler zudem mit Stimme und Klang. Peter Schell hatte sein „australisches Alphorn“ in Form eines aus einem Abflussrohr hergestellten Reise-Didgeridoos mitgebracht, und gleich zu Beginn reicherte er Christine Schmids herrlich schräg und rhythmisch genial verquer gespieltes „Oh du lieber Augustin“ reizvoll mit lautmalerischem Falsett und textlosem Sprechgemurmel an.

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