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Herrischried Drachenfest in Hütten: Diese Drachentypen werden in die Luft steigen

Beim Hüttener Drachenfest am 13. und 14. September wird eine Vielzahl von Drachen erwartet. Ein Experte stellt verschiedene Typen und ihre Vorzüge vor

Einleiner, Lenk- und Skulpturdrachen, Kasten-, Ketten- und Riesendrachen, Windspiele und Vierleiner – Wer soll bei so viel Getümmel in der Luft noch den Überblick behalten? Denn beim Hüttener Drachenfest am 13. und 14. September können die Besucher wieder Drachen in allen Größen und Formen bestaunen.

Im Gespräch mit dem SÜDKURIER als Medienpartner dieser Veranstaltung klärt Drachenbauer und Mitorganisator Volker Przybilla über die Vielfältigkeit der faszinierenden Fluggeräte auf. Przybilla ist in seiner 17-jährigen Erfahrung im Drachenbau weit herum gekommen. „Fliegt nicht gibt's nicht!“, ist sich Przybilla sicher und fügt an: „Es gibt sogar Drachen, die mit null Wind fliegen.“ Nun aber der Reihe nach: „Meistens typologisiert man die Fluggeräte anhand ihrer Schnuranzahl“, erklärt er.

Einleiner-Drachen: Schon als Kind haben die meisten einen Drachen in der sogenannten „Eddy“ Form gebaut – einem rautenförmigen Drachen mit lachendem Gesicht und Schwanz. Einleiner gibt es jedoch in verschiedenen Formen. Angefangen mit drei Ecken bis hin zu hunderten Ecken in Facettenform ist fast alles vorhanden. „Alles was an einer Schnur fliegt gehört zu den Einleinern“, erklärt Przybilla. So auch die Zero-Wind Kites, die so leicht gebaut sind, dass allein die Zugkraft des Drachenpiloten ausreicht damit sie in geschlossenen Hallen aufsteigen.

Zu historischen Einleinern gehören Kastendrachen, auch aus asiatischen Zeichnungen bekannt. Heute noch werden diese aus Bambus und Seide nachgebaut. Und große Einleiner eignen sich dazu, stablose Windspiele in die Luft zu heben. Auf Drachenfesten sieht man diese „Power Sleds“ häufig. Sie ziehen ganze Ketten von Windspielen hinauf und zaubern so manches frohes Farbenspiel in den Himmel.

Zweileiner-Dachen: Mit Zweileinern, auch Lenkdrachen genannt, lassen sich besondere Figuren vorführen. „Lazy Susann“ oder der einfachere „Axel“ sind nur zwei dieser vielfältigen Flugtricks, die auch beim Hüttener Drachenfest zu bestaunen sein werden. „Dieses Jahr bringt der Walzer-König Tony Glauser wieder seine lenkbare Eddy-Kette mit“, kündigt Przybilla an.

Vierleiner

sind da schon schwieriger zu handhaben. Doch das Team4Fun aus Frankfurt kennt sich mit den sogenannten „Revolution“-Kites aus, die an ihren vier Schnüren kunstvolle Choreographien fliegen.

Windspiele, die in kleinerer Form oft an Stäben in den Garten gesteckt werden, gehören zur letzten Drachenart. In größerer Form, dann aber meist stablos, erheben sich die bis zu 30 Meter großen, im Wind aufblähenden Skulpturen meist auch an einer einzigen Schnur.

Ob klein und eckig oder stablos und groß: Das Hüttener Drachenfest führt dieses Jahr ein breites Spektrum an Fluggeräten vor.

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