Herrischried Beim Künststückchen-Markt gab es viel zu Entdecken

Der Kunststückchen-Markt hat zahlreiche Besucher zum Klausenhof nach Großherrischwand gelockt. Künstler, Kunsthandwerker und Handwerker belebten das Gebiet rund um das Freilichtmuseum mit ihren Waren und Vorführungen.

Hingucker, so weit das Auge reichte, gab es am diesjährigen Kunststückchen-Markt am Klausenhof in Großherrischwand. Raben aus Glas beäugten misstrauisch große Taschen aus Recycling-Material von ihren Stangen im Bauerngarten herab, während sich die Fische daneben mehr um ihr kleines Pendant kümmerten, das sie jeweils im aufgerissenen Maul trugen. Die aus den Vorjahren bereits bekannten Blechinsekten, -eulen und -echsen stierten ebenso auf die Marktbesucher wie die lustigen großen und kleinen Fische nach Art der Nana-Figuren von Niki de Saint Phalle, an denen die Besucher auf dem Weg zum Backhaus vorbeikamen, an dem sich die gewohnte Schlange bildete, um ein noch warmes, duftendes Holzofenbrot mitzunehmen oder sofort in eines der köstlich frischen Weckle zu beißen.

Alte Bekannte grüßten von diversen Ständen her, etwa die eleganten Filzhüte, die zahlreichen Schmuck- und Keramikvariationen, die verführerisch duftenden Seifen, allerlei Schönes und Zweckmäßiges aus Holz oder filigrane Geschöpfe aus watteweicher Wolle. Daneben gab es aber auch Neues zu bestaunen, wie beispielsweise Schutzengel aus Naturmaterialien – wieder einmal konnte man sich kaum sattsehen, entdeckte bei jedem neuerlichen Rundgang wieder den ein oder anderen Höhepunkt mehr.

Die Korbflechter führten ihre handwerkliche Geschicklichkeit vor, und auch das Spiel mit der Maus am Faden zog wieder etliche Besucher an, während die Schmiede diesmal kurzfristig krankheitsbedingt kalt bleiben musste. Trotz der sommerlichen Temperaturen fanden sich immer wieder Neugierige ein, um den Glasbläsern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, und die Angebote, die der Hof Berg-Garten gemacht hatte, wurden ebenfalls sehr gut angenommen. Vornehmlich das Heidewiibli erfüllte die sagenhaften Figuren im Schaugarten am Samstag zur Freude der Besucher mit neuem Leben.

Troubadour Sergio wanderte singend und Gitarre spielend über das Areal und verbreitete einen Hauch von Tangofeeling. Geschichtenerzähler Jürg rief seine Zuhörer mit dem „Büchel“ zu sich, einem Musikinstrument, das äußerlich einem in mehrere Windungen geformten Alphorn gleicht, von Spieltechnik und Klang her aber eher an eine Trompete erinnert. Mitgebracht hatte er wieder eine Reihe märchenhafter Geschichten, beispielsweise eine Variante der Frau Holle aus der Innerschweiz, die er verschmitzt und anrührend zugleich zu erzählen wusste.

Wer die vielen Eindrücke erst einmal verdauen musste, der konnte sich mit einem Getränk vom Förderverein Klausenhof zurückziehen, es sich im Wespennest-Zeltcafé gemütlich machen, direkt aus dem Ofen einen Flammkuchen bestellen, sich einen Salat bei der Salatbar des EHC zusammenstellen lassen oder zu Haubers Grillspezialitäten greifen.

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