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Herrischried Atdorf ohne Alternative

09.07.2010
Herrischried -  Wirtschaftsministerium unterstützt Vorhaben. Wirtschaftlichste Option zur Energiespeicherung

Zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk Atdorf bezieht das Land Baden-Württemberg klar Position.  Bild: Bild: archiv

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Bad Säckingen/Stuttgart – Das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg sieht keine Alternative zum geplanten Pumpspeicherwerk Atdorf. Dies geht aus einem Schreiben des Ministeriums hervor. So trage das Großprojekt Atdorf „zum notwendigen Ausbau der erforderlichen Speicherkapazitäten bei und wird daher von der Landesregierung ausdrücklich begrüßt.“

Das Ministerium hatte mit seinem Schreiben auf den Antrag des Landtagsabgeordneten Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Landkreis Bietigheim-Bissingen reagiert, der in diesem Antrag um Beantwortung zahlreicher kritischer Fragen zum Thema Energiespeicher gebeten hatte.

Pumpspeicherkraftwerke stellen nach Auffassung der Landesregierung „die einzige ausgereifte Technologie“ und die „wirtschaftlichste Option zur Speicherung von Energie“ dar. Andere Technologien wie Druckluft- oder Wasserstofftechnologie arbeiteten entweder zu ineffizient oder seien noch nicht ausgereift.

Zwar gebe es Bemühungen, die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien zu verstetigen und somit grundlastfähig zu machen. Generell sei die Einspeisung jedoch sehr wechselhaft, beispielsweise durch das stark schwankende Aufkommen an Wind- oder Sonnenenergie. Die Landesregierung bezeichnet daher die Errichtung weiterer Energiespeicher „wegen der fluktuierenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien und dem damit immer größer werdenden Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch“ als unausweichlich, so die offizielle Lesart.

So seien derzeit neben Atdorf noch zwei weitere konkrete Planungen bekannt, die sich mit dem Neubau von Pumpspeicherwerken befassten. Im bayerischen Einöden, sowie im baden-württembergischen Blautal seien entsprechende Energiespeicher geplant, wenngleich diese wesentlich kleiner dimensioniert würden als Atdorf.

Auch in anderen Alpenländern werde „in den nächsten Jahren der Zubau weiterer Pumpspeicherkraftwerke erfolgen.“ Dennoch werden zur zukünftigen Stromversorgung mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien der „Aufbau zusätzlicher Speicherkapazitäten in Deutschland als notwendig erachtet.“

Wegen seiner topographischen Besonderheiten eignet sich der Süden hierfür am ehesten. Über ein Viertel der gesamten Turbinenleistung aus Pumpspeicherwerken, ist in Baden-Württemberg installiert.

Speichertechnologien könnten laut Wirtschaftsministerium auch einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase leisten. So sei künftig zu erwarten, „dass die aus erneuerbaren Energien erzeugte Strommenge zeitweise den Stromverbrauch überschreitet“. In solchen Situationen könnten Energiespeicher daher durch die Aufnahme des überschüssigen Stroms die „Integration und die Nutzung erneuerbarer Energien“ verbessern.

Infos im Internet:

www.suedkurier.de/atdorf

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