Gemeinde sieht sich gerüstet für ein weiteres Jahr der Investitionen
Über „ein volles Haus“ freute sich Bürgermeister Helmut Kima beim Hasler Bürgerempfang – und besonders darüber, auch Hasler Neubürger der Einladung gefolgt waren und beim Start ins neue Jahr in Gesellschaft der Hasler gemeinsam dem Rückblick und dem Ausblick zu folgen.
Nach einer schmissigen Einleitung durch den Gemischten Chor Hasel blickte Helmut Kima zurück und nach vorne in ein neues Jahr, das genauso ereignisreich zu werden verspricht wie das abgelaufene. Einen großen Stellenwert für das Erdmannsdorf hatte 2011 die Teilnahme am Dorfwettbewerb. „Hier haben viele Bürger nicht nur mit dem Kopf, sondern vor allem mit der Hand an der Verschönerung unseres Dorfes gewirkt“, hielt der Bürgermeister fest. Die zahlreichen Aktionen, die sich über das ganze Jahr erstreckten, hätten wesentlich zu einer fröhlichen und attraktiven Gestaltung des Dorfbildes beigetragen. „Wir sind dritter Sieger geworden, bei drei Teilnehmern“, scherzte Helmut Kima, um ernster hinzuzufügen: „Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt als Verlierer geführt, sondern wir haben alle dabei gewonnen.“
Eine schöne Würdigung für alle Beteiligten sei der Sonderpreis des Landkreises für Dorfentwicklung und bürgerschaftliches Engagement gewesen, den der Bürgermeister entgegen nehmen durfte. „Das Preisgeld haben wir gleich in Flüssiges umgesetzt, das wir den Helfern als Präsent überreichen wollen“, so der Bürgermeister. Von herausragender Bedeutung für die Dorfentwicklung war 2011 der Anschluss von Glashütten an die Wasser- und Abwasserversorgung. Dies war mit einer zusätzlichen Verschuldung verbunden, die dem Gemeinderat und der Verwaltung nicht leicht gefallen sei, die aber mit Blick auf diese wichtige Infrastrukturmaßnahme gemeinsam getragen wurde. Da die finanziellen Aussichten für 2012 positiv bleiben, hat die Gemeinde weitere Unterhaltungs- und Verschönerungsmaßnahmen geplant. Das „Leichenhüsle“ auf dem Friedhof soll umgestaltet werden und weiter sind notwendige Straßen- und Kanalsanierung geplant.
Im Zuge der Planung der Kanalsanierung hatte der Rat nach langen Beratungen entschieden, die Wassergebühren zu erhöhen. „Der Entscheid ist uns nicht leicht gefallen“, erläuterte der Bürgermeister, „aber angesichts der dadurch möglich gewordenen Förderung durch das Land wäre es unverantwortlich gewesen, die Gebühren nicht zu erhöhen.“ Ein weiterer bedeutender Posten für das neue Jahr betrifft die Straßensanierung. „Auch hier sind wir auf die Hilfe des Landes angewiesen“, erklärte Helmut Kima. Er hofft, dass die großen eigenen Anstrengungen und das konsequente Handeln Hasels bei den Zuschussgebern Anerkennung findet. Das konsequente Handeln Hasels zeige sich auch darin, dass der Fehlbetrag von etwa 150 000 Euro, der im Jahr 2010 durch nicht gewährte Förderung entstanden, im laufenden Jahr abgedeckt werde. „Es ist jetzt entschieden“, informierte der Bürgermeister, „dass wir ein Stück Wald an das Land Baden-Württemberg verkaufen, wenn uns dieser Entscheid auch sehr geschmerzt hat.“
Grundsätzlich sehe Hasel mit Zuversicht in die Zukunft, resümierte Helmut Kima. In den kommenden, finanziell guten Jahren könnten all jene Infrastrukturprojekte realisiert werden, die die Gemeinde in der Zukunft entlasten, wenn die Zeiten vielleicht nicht mehr so gut sind. So wie die Gemeinde ihre Aufgaben mit Weitblick angeht, so zeigte auch Pfarrer Wolfgang Kammerer in seinem Bericht über eine Reise durch drei Partnergemeinden in Indonesien, dass die Evangelische Kirchengemeinde, gemeinsam mit dem Dekanat Markgräflerland, weit über den eigenen Kirchturm hinausblickt. Zum Abschluss lud die Gemeinde alle Bürger zu einem gemeinsamen Umtrunk und einen kleinen Imbiss ein.