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Hasel Hasel blickt auf 2016 zurück

2016: Die Gemeinde ebnet den Weg für Windräder auf dem Glaserkopf. Die örtliche Sparkassenfiliale schließt. Kai Saaler wird Mountainbike-Weltmeister.

Die Gemeinde Hasel hat im vergangenen Jahr einen Meilenstein geschafft: Ihrer Unterstützung für bis zu fünf Windräder auf dem Glaserkopf folgte im November die Betriebserlaubnis vom Landratsamt in Lörrach. Das bedeutet: Wenn der Investor EnBW weiterhin will, darf er die Windkraftanlagen auf Hasler Gemarkung, in der Nähe von Gersbach, auch bauen. Allerdings wurde kurz vorm Jahreswechsel bekannt, dass der Stromkonzern sich wohl mit nur vier Anlagen zufriedengeben wird. Gleichwohl könnte der Standort mit dem benachbarten Glaserkopf zu einem der größten Windparks im Südschwarzwald wachsen. Das einnahmenschwache Rathaus in Hasel darf sich auf jährliche Pachteinnahmen im mittleren fünfstelligen Bereich freuen. Die Bürger können sich dagegen über einen Turbo-Anschluss ans geplante Glasfasernetz freuen – den zu bauenden Stromleitungen hoch zu den Windrädern sei Dank. Mit ihnen kann gleichzeitig Glasfaser verlegt werden.

Eine andere Geldquelle geht dem Dorf indes verloren: Im Mai gibt die Sparkasse bekannt, dass sie ihre Filiale in Hasel schließen will. Ein herber Verlust für die Bürger. Die Filiale war erst fünf Jahre zuvor für rund 200 000 Euro modernisiert worden. Doch die anhaltende Niedrigzinsphase in der Branche in Verbindung mit dem Onlinebanking-Trend zwinge die Sparkasse Schopfheim-Zell zu dem Einschnitt, gibt ihr Chef Lothar Müller zu verstehen.

Nachdem Kai Saaler dieses Jahr schon bei der 12-Stunden-Mountainbike-Europameisterschaft gesiegt hatte, wurde er im September sogar Weltmeister. Die Weltmeisterschaft ging in Weilheim (Bayern) bei heftigem Regen und Wind über die Bühne Wetterbedingungen. „Härtere Bedingungen habe ich noch nicht erlebt“, sagt Saaler später.

Miss Abschied: <sup></sup>Tatjana Greiner.
Miss Abschied: Tatjana Greiner. | Bild: Archiv

Er wird nicht der Einzige bleiben, der dieses Jahr Aufmerksamkeit erregt, auch zwei junge Frauen machen Schlagzeilen mit ihrem Handwerk: Tatjana Greiner (31) wird im September zur „Miss Abschied 2016“ gewählt. Im Internet hat sich die Bestatterin, die im elterlichen Betrieb arbeitet, gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Ihre Botschaft: Der Beruf eines Bestatters ist ganz normal. Sie ist in diesen Beruf hineingewachsen, schon der Großvater war Schreiner in Hasel. Auch Friseurmeisterin Catharina Hartl aus Hasel ist nicht zu schlagen: Die junge Frau wird von der Handwerkskammer Freiburg als beste Jungmeisterin im Bezirk ausgezeichnet. Kammerpräsident Johannes Ullrich und Vizepräsident Christof Burger überreichen ihr vor großer Gesellschaft im Freiburger Konzerthaus den Meisterbrief und gratulierten der Friseurmeisterin zur Bestleistung in ihrem Handwerk.

Eindrucksvoll: LED-Beleuchtung in der Haseler Höhle.
Eindrucksvoll: LED-Beleuchtung in der Haseler Höhle. | Bild: Archiv

Und noch ein Rekord: Im März zieht der Höhlen- und Heimatverein Bilanz zum Besucherjahr in der Erdmannshöhle. Demnach besichtigten 24 000 Menschen die Tropfsteinhöhle in der Gemeinde im Vorjahr, so viel wie lange nicht mehr. Grund für das gestiegene Interesse dürfte die neue LED-Beleuchtung sein. Was passiert, wenn sich für Pfarrer Wolfgang Kammerer weiterhin kein Nachfolger in Hasel findet? Dann, so zeichnet sich im Lauf des Jahres ab, wird die evangelische Gemeinde von Pfarrer Clemens Ickelheimer dauerhaft aus Dossenbach betreut. Somit könnte der Weg frei werden, das evangelische Pfarrhaus in Hasel komplett zu vermieten. Zu dem syrischen Paar, das dort wohnt, könnten nächstes Jahr acht weitere Flüchtlinge kommen. Die Hasler halten den Kontakt zu Kammerer aufrecht, der jetzt in Graben-Neudorf wohnt.

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