Bei „Michaela“ gibt es kein Halten mehr: Als der ewig junge Schlagersänger Bata Illic bei seinem Konzert Anfang Februar im Gemeindehaus Hasel seinen Hit anstimmt, werden Erinnerungen an die 70er Jahre wach, und die Besucher singen begeistert mit – „Michaeeeela“. Der Konzertveranstalter schwärmt von Hasel als Auftrittsort für Schlagerkonzerte und den guten Bedingungen, die die Gemeinde macht. Doch dem Bata-Illic-Konzert sind bislang keine weiteren Konzerte gefolgt.Für eine Teilnahme ist es spät, aber nicht zu spät: Ende Februar beschließt der Gemeinderat, am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilzunehmen.
Bei „Michaela“ gibt es kein Halten mehr: Als der ewig junge Schlagersänger Bata Illic bei seinem Konzert Anfang Februar im Gemeindehaus Hasel seinen Hit anstimmt, werden Erinnerungen an die 70er Jahre wach, und die Besucher singen begeistert mit – „Michaeeeela“. Der Konzertveranstalter schwärmt von Hasel als Auftrittsort für Schlagerkonzerte und den guten Bedingungen, die die Gemeinde macht. Doch dem Bata-Illic-Konzert sind bislang keine weiteren Konzerte gefolgt.
Für eine Teilnahme ist es spät, aber nicht zu spät: Ende Februar beschließt der Gemeinderat, am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilzunehmen. Bis die Jury des Landkreises die Gemeinde besucht und bewertet, bleiben nur fünf Monate Zeit. Das ist sportlich. Doch Gemeindemitarbeiter und Einwohner nehmen die Herausforderung an: Es entstehen bunte Blumenwiesen im Ort, das Gelände rund um die Erdmannshöhle und den Dreschschopf wird auf Vordermann gebracht. Am Dorfplatz sorgen Topfpflanzen für Ambiente, und neue Skulpturen bereichern den öffentlichen Raum. Beim entscheidenden Besuch der Jury Ende Juli reicht es zwar „nur“ für einen dritten Platz, womit die Gemeinde auf Kreisebene scheitert – doch das Engagement hat sich in den Augen vieler dennoch gelohnt. Im Dezember gab es für die Verschönerung des Ortsbildes vom Landkreis einen mit 300 Euro dotierten Extrapreis.
Hasel hat seine landschaftlichen Reize. Als Beleg dafür kann im Juni das Interesse des Regisseurs Philipp Gröning gelten, in Hasel seinen nächsten Kinofilm zu drehen. „Mein Bruder Robert“ soll der Streifen heißen. Bürgermeister Helmut Kima und das Ortsparlament freuen sich bereits über die Anfrage des deutschen Regisseurs, der mit dem Klosterporträt „Die große Stille“ bekannt geworden ist.
Der Bau einer Tankstellenkulisse für „Mein Bruder Robert“ wird in Hasel ebenso konkret geplant wie in Hinterheubronn (Neuenweg). Dort hatte Gröning zuerst sein Interesse bekundet. Doch in beiden Fällen wird nichts aus dem Dreh. Warum, bleibt für die Öffentlichkeit unklar.
Zu einem Renner entwickelt sich dagegen das Oldtimertreffen im September in Hasel. Der Veranstalter, der Musikverein Hasel, war angenehm überrascht über die vielen Schaulustigen, die sich die 320 nostalgischen Autos, Motorräder und Traktoren nicht entgehen lassen wollten – Volksfeststimmung bei schönstem Sonnenschein am Dreschschopf. Bereits im Juli war Hasel Treffpunkt für süddeutsche und Schweizer Oldtimerfreunde bei einem Treffen im Dorf. Apropos alte Fahrzeuge: Der Miniatureisenbahn Liliputbahn am Eingang zur Erdmannshöhle wird von März bis Juli ebenfalls Leben eingehaucht. Die Investoren und Bahnliebhaber aus dem Oberen Wiesental arbeiten in Hasel an den Gleisbetten und bewegen größere Mengen Erde in dem umzäunten Gelände mit einem Bagger. Doch irgendwann stockt das Vorhaben plötzlich. Und das Projekt Liliputbahn wird wieder das, was es von Anfang an war: eine Dauerbaustelle.
Für Aufruhr sorgte im Juli die Nachricht, dass das geplante Pumpspeicherkraftwerk Atdorf bis nach Hasel reichen soll. So sah es jedenfalls eine Alternativplanung vor, die am Runden Tisch bekannt wurde. Wasserbecken bei Glashütten, Staudämme am Sportplatz? Gemeinderätin Renate Scholz sprach beim Bekanntwerden der Pläne im Juli von einem „verspäteten Aprilscherz“. Die Pläne sind dem Vernehmen nach wieder in den Schubladen der Urheber verschwunden.
Während in anderen Orten Sparkassenfilialen geschlossen werden, können sich die Haseler Kunden freuen: Das einzige Kreditinstitut im Ort bleibt nicht nur, sondern wird für über 200 000 Euro runderneuert. Anfang November ist die Renovierung der Sparkasse fertig, und ein neuer Raum für Kundengespräche springt in frischer Optik auch heraus. Solch ein Bekenntnis zu Hasel lässt der Betreiber der ebenfalls einzigen Telefonzelle im Ort vermissen: Die Telekom plant den Abriss der Telefonzelle am Dorfplatz, weil ihr der Umsatz zu gering ist. Dabei ist sie ganz praktisch, zum Beispiel für Schüler, deren Bus sich verspätet. Die Gemeinde interveniert. Bis auf Weiteres darf das gelbe Häuschen stehen bleiben.