Häusern Aldi-Gutachten im Februar
25.01.2012
Zwar will der Discounter ebenfalls sein Scherflein beitragen, zusätzlich braucht es aber staatliche Zuschüsse. Mit einem Gutachten soll der Bedarf für einen Kreisel ermittelt werden. Das war Thema der jüngsten Ratssitzung.
400 000 Euro soll ein Kreisverkehr kosten. Aldi will davon Bürgermeister Thomas Kaiser zufolge zwischen 100 000 und 200 000 Euro übernehmen. Den Rest müsste die Gemeinde beisteuern – was sie nicht kann. Bleiben staatliche Zuschüsse, die es aber derzeit nicht gibt. Die Bundesstraßenverwaltung geht davon aus, dass mit zwei Abbiegespuren das Verkehrsaufkommen zu bewältigen ist. Eine Meinungsänderung der Behörde, so Kaiser, könnten jedoch eine neue Verkehrszählung und ein Gutachten herbeiführen, wenn damit ein Bedarf für einen Kreisel nachgewiesen wird. Ein solches Gutachten werde von Aldi in Auftrag gegeben und bezahlt, informierte Kaiser. Mit Ergebnissen sei Mitte Februar zu rechnen.
Die neue Entwicklung wird zu Verzögerungen des Bauvorhabens führen – gerade, wenn sich herausstellen sollte, dass Bedarf für einen Kreisverkehr besteht. Ohne die Klärung der Verkehrsführung ist eine Änderung des Bebauungsplanes und die Offenlage kaum möglich. Zwar sollen Ergebnisse umgehend an die Bundesstraßenverwaltung gehen, wann die Behörde jedoch die Grundfrage – Kreisverkehr ja oder nein – beantwortet, ist offen.
Dann muss der Kreisverkehr ja auch noch geplant und gebaut werden. Allein das, so Kaiser, wird weitere drei Monate in Anspruch nehmen: „Wenn der Bund bezahlt, wird es dieses Jahr nichts mehr.“ Wird der Kreisel nicht gebaut, soll die Planung mit zwei Abbiegespuren umgesetzt werden. Doch selbst dann ist ungewiss, ob es den Discounter in Häusern noch dieses Jahr geben wird. Denn Zeit für eine Entscheidung wird die Bundesstraßenverwaltung auf jeden Fall brauchen. Ungewiss ist auch, wie lange die Bebauungsplanänderung für das umstrittene Vorhaben dauert.
