Grenzach-Wyhlen Seelsorge mit vielen Visionen
Michael, Grenzach am Wochenende zur Zukunftswerkstatt eingeladen. Die Resonanz war sehr groß. Rund 120 Interessenten hatten sich angemeldet. Eineinhalb Tage lang wurde über die verschiedensten Themen gesprochen. Dabei sind Visionen zum Thema Seelsorge entwickelt worden.
Pfarrer Uwe Schrempp hieß die Teilnehmer im Namen der Pfarrgemeinderäte und der Steuerungsgruppe willkommen, die für die Vorbereitung zuständig war. Durch die Veranstaltung, die in der Lindenschule stattfand, führten die beiden Moderatoren Werner Rück, Professor für katholische Pastoraltheologie und Gesprächspsychotherapeut sowie der Caritaswissenschaftler und Organisationsberater Andreas Mähler. Bei der Zukunftswerkstatt gehe es darum, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und so die Zukunft mit zu bestimmen, erklärte Rück. „Toll, dass Sie sich für diesen Weg entschieden haben“, meinte er zu den Teilnehmern.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen für das kirchliche Gemeindeleben hatte die Seelsorgeeinheit zur Teilnahme an der Zukunftswerkstatt aufgerufen. Wie alle Seelsorgeeinheiten ist auch die Seelsorgeeinheit Grenzach-Wyhlen von der Erzdiözese aufgefordert worden, ein Pastoralkonzept zu erstellen. Dabei geht es um die Zukunft der katholischen Kirche vor Ort und beispielsweise um die Frage, wie man in Zukunft Gottesdienste feiern möchte, angesichts rückläufiger Besucherzahlen. Es stellen sich aber auch Fragen, wie die zukünftigen Aufgaben und die Struktur der katholischen Seelsorgeeinheit St. Georg, Wyhlen/St. Michael, Grenzach, aussehen könnten, vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Katholiken zurückgeht, und die finanziellen Mittel immer weniger werden.
Hinzu kommt, dass die Seelsorgeeinheit Grenzach-Wyhlen vor einer besonderen Hausforderung steht, da man von Freiburg dazu aufgefordert wurde, den Bestand an kirchlichen Gebäuden zu reduzieren.
Diese aktuellen Herausforderungen wurden in der Zukunftswerkstatt erörtert. Es wurden Zukunftsbilder entworfen und Handlungsansätze entwickelt. Am Freitagnachmittag standen in der ersten Runde die Themen „Klagen/Kritik“, „Aus Problemen werden Projekte“ und schließlich eine „Gemeinsame Vision von Seelsorge“ auf dem Programm. Dabei ging es um Fragen, wie die Seelsorgeeinheit in Zukunft aussehen sollte, wie man sich die Leitung vorstelle, und was geschehen soll, damit „Christ sein bei uns attraktiv wird“. Am Samstag wurden konkrete Themen für verschiedene Arbeitsgruppen festgelegt. Diese befassten sich am Nachmittag mit den Themen Gebäudekonzept, Finanzen, „Gemeinschaft leben“, Seelsorge/Beheimatung, Kultur der Seelsorgeeinheit, „Leitung gestalten“ und spiritueller Aufbruch. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse vorgestellt.
Mit einem Gottesdienst klang die Zukunftswerkstatt aus. Moderator Rück sprach von einer „tollen Erfahrung, wie Menschen zusammenfinden und etwas miteinander bewirken können“. Das Zusammenarbeiten, so habe er festgestellt, hätte Begeisterung ausgelöst. Beeindruckt zeigte sich Moderator Mähler von der „kooperativen Dynamik“, der „Bewegung aufeinander zu. Das Gemeinsame wurde entdeckt“. Besonders hob er auch die Offenheit für neue Lösungen und Ideen hervor.
Von Februar bis Juni werden sich nun die einzelnen Arbeitsgruppen mehrmals treffen. Am 6. März findet um 19.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Michael ein weiteres Treffen der Resonanzgruppe statt. Am 12. Juni ist die Präsentation aus den Arbeitsgruppen vorgesehen. Daraufhin soll der Entscheidungsprozess folgen. Am 21. Juli schließlich ist ein Fest zum Pastoralkonzept geplant.
