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Grenzach-Wyhlen Marco Martino aus Grenzach-Wyhlen rappt auf seinem eigenen Youtube-Kanal

Der 18-jährige Marco Martino rappt seit fünf Jahren und hat jetzt einen Youtube-Kanal eröffnet. Seinen Stil bezeichnet er als prollig.

Marco Martino ist sowas wie eine kleine Berühmtheit in der Gemeinde. Durch seine Musik hat er im Ort einiges an Zuspruch erfahren und hofft nun, seine Songs auf Youtube einem größeren Publikum bekannt zu machen. Harte Worte strömen aus den Lautsprechern, als Marco Martino einen von ihm selbstgeschriebenen Rapsong anklingen lässt.

Die Texte passen eigentlich gar nicht zu dem 18-Jährigen. Freundlich, herzhaft lachend und immer wieder für kleine Scherze bereit, sitzt der junge Rapper, der sich Mattynoz nennt, auf der Terrasse seines Elternhauses und wirkt sehr aufgeschlossen. Martino besucht das Lise-Meitner-Gymnasium und macht nächstes Jahr Abitur. Die Musik ist für ihn zurzeit nur ein Hobby. „Ich fühle die Musik, seit ich denken kann“, sagt er mit strahlenden Augen. Mit 13 Jahren fing er an, Texte zu schreiben und sie auch zu rappen. Damals waren es vor allem Songs für seine Familie, wie zum Beispiel eine „Geschichte für seine Eltern“, in der er sich bei ihnen bedankt, dass sie immer für ihn da sind. Von ihnen bekam er auch seine ersten positiven Resonanzen, die seinen Enthusiasmus steigerten. Heute klingen seine Songs anders, wie „Traumleben“ oder „Keine Grenzen“. „Ich mag es, harte Texte zu schreiben, so würde ich meinen persönlichen Stil beschreiben.

Ein Plus ist, dass das auch bei den Jugendlichen gut ankommt. Das bedeutet aber nicht, dass ich wirklich so denke“, lacht Martino. Seinen Stil bezeichnet er selbst als „prollig“, meint vieles aber auch humorvoll. Nur weil er in einer Zeile sage, er haue jemanden aufs Maul, bedeute dies nicht, dass er dies wirklich tue. Auf der anderen Seite wird er in seinen Texten oft auch emotionaler und versucht, dunklere Momente zu verarbeiten. Dabei legt er mehr Wert auf einen sinnvollen Text. Seine Mutter mag diese Seite sehr an ihm und unterstützt ihn auch. Sein Vater halte zwar nicht viel von Deutschrap, gebe ihm aber dennoch genug Freiraum, um sich künstlerisch zu entfalten.

„Ob ich mir mit der Musik was Großes für die Zukunft vorstelle? Ehrlich gesagt, reicht mir das als Hobby völlig aus“, erklärt er. Zuerst einmal möchte er die Schule beenden und danach International Business Management studieren. Eine Karriere im Verkauf habe für ihn die oberste Priorität. Sollte er allerdings unerwartet großen Erfolg haben, dann würde er es sich nochmal mit der Musikkarriere überlegen. Für ihn sei es im Moment jedoch noch nicht mal ein zweites Standbein – ein Traum allemal.

Nichtsdestotrotz ist aktuell ein Album in Planung. „Ein Freund von mir würde es produzieren, ich liefere die Texte und performe sie dann“, schildert Martino. Letztlich liege ein solches Album aber noch in der Zukunft, jetzt im Moment möchte er sich nicht auf etwas versteifen, sondern nur nebenbei seinem Hobby nachgehen. Auf seinen kürzlich eröffneten Youtube-Kanal hat er schon positive Reaktionen erhalten. „Wenn sich mehr Leute dafür interessieren, wäre das irgendwie cool. Vielleicht gehe ich dann auch in eine andere Richtung.“ Er habe sowieso noch viel Zeit, bis das ernste Leben losgeht, sagt Martino mit einem Augenzwinkern.

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