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29.07.2011  |  1 Kommentare

Grenzach-Wyhlen Lagune braucht ihre Zeit

Grenzach-Wyhlen -  Grenzach-Wyhlen (dor) Die FDP Fraktion hatte in einer der vorigen Sitzungen die Verwaltung aufgefordert, einen Sachstandsbericht zur geplanten Lagune zu geben. In der jüngsten Sitzung griff Bürgermeister Jörg Lutz dies auf und betonte, dass solche Großprojekte einen langen zeitlichen Vorlauf haben.Drei Themen sprach Lutz an, die im Moment Planer, Gemeinde und Gremien beschäftigen.

Das Vormodell der geplanten Lagune mit Blick von der Schweizer Seite.  Bild: Bild: Stachon Architekten Berlin



Lagune braucht ihre Zeit

So seien im ersten Bereich, Naturschutz, sicherlich weitere Kartierungen nötig, da sich mit der Gelbbauchunke und der Kreuzkröte streng geschützte Tierarten im Gebiet befinden. Auch sei noch kein abschließendes Urteil gefällt, ob Eingriffe durch das angedachte Luxuswohngebiet mit rund 600 Wohneinheiten ausgeglichen werden könnten.

Zweiter Punkt ist die Raumordnung. Da es sich um einen neuen Siedlungsansatz handele, muss zunächst der Regionalplan geändert werden, dann der Flächennutzungsplan und anschließend ein Bebauungsplan erstellt werden. Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee sehe die Idee zwar recht positiv, aber bislang gebe es keine spruchreife Entscheidung. Relativ neu dazugekommen ist die Problematik der Gefahrstofflagerung von Schweizer Betrieben, in deren Achtungsabstand die Lagune liegen würde. Da es sich um Schweizer Firmen handelt, deren Auswirkungen in diesem Fall auf Deutschland stattfinden, würde deutsches Recht gelten, sagte Lutz und fügte an, dass der Projektentwickler, Gerard Benone, auch auf Schweizer Seite Wohneinheiten plant, die viel näher an den Betrieben liegen.

„Man sieht, es gibt spannende Aufgaben zu erledigen. Wir sind dran“, sagte er. Gleichzeitig laufe über das ETH Studio in Basel eine städtebauliche Untersuchung, die Auswirkungen eines Wohnens am Rhein betrachte. Klar sei, dass man eher in Jahren als in Monaten rechnen müsse, wenn es um eine tatsächliche Realisierung des Projektes gehe.

Bernd Herzog (FDP) dankte für den Überblick. Ursprünglich habe es so geklungen, als käme die Lagune in zwei bis drei Jahren. Es sei wichtig, dass es klar ist, dass es länger dauert. Nicht ganz zufrieden war Heinz Intveen (SPD) über mögliche zehn Jahre, bis die Lagune kommen könnte. Er verwies auf die IBA, die internationale Bauausstellung 2020 in Basel, für die die Lagune ein mögliches Leuchtturmprojekt sein könnte. Würde es noch zehn Jahre dauern, wäre die Lagune für die IBA bereits zu spät. Intveen informierte das Ratsgremium anschließend noch darüber, dass die SPD-Regionalverbandskommission sich für Oktober bis November zu einem Besuch in Grenzach-Wyhlen angemeldet habe.

Interessant wird die Frage nach dem Bau der Lagune auch wegen einer Nachricht aus der Schweiz. Eine unbekannte Großfirma soll laut Basler Zeitung ein Auge auf ein Grundstück fast direkt gegenüber der Lagune in Salina Raurica geworfen haben. Dieses ist 72 000 Quadratmeter groß, die Firma möchte nach den Medienberichten 60 000 Quadratmeter überbauen. Auf Anfrage sagte Bürgermeister Lutz dazu, diese Entwicklung mit Interesse zu verfolgen. Er tippte darauf, dass es sich vielleicht um ein großes Einkaufs- und Freizeitzentrum handeln könne. Wichtig sei ihm nur dass die Landschaft beidseits des Rheins attraktiv gestaltet werde.

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hier eine siedlund da eine siedlung
dieses grenzach - wyhlen sieht aus wie ein schweizerkäse zwischem dem fiedhof und hiebermarkt ... mehr ...
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