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Grenzach-Wyhlen Der Buchsbaumzünsler hat zugeschlagen

Zwei Monate ist es her, dass im Buchswald eine außerordentlich große Population an Buchsbaumzünslern festgestellt wurde. Zwischenzeitlich gab es die späten Frosttage. Mittlerweile ist die erste Generation nach der Verpuppung ausgeflogen und legt Eier

Zwei Monate ist es her, dass im Buchswald eine außerordentlich große Population an Buchsbaumzünslern festgestellt wurde. Zwischenzeitlich gab es die späten Frosttage. Mittlerweile ist die erste Generation nach der Verpuppung ausgeflogen und legt Eier.

Revierförster Markus Dischinger war am Montag im Grenzacher Wald, um sich einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen. Die Schäden sind groß. Mitte April wurde festgestellt, dass im Vorjahr offenbar durch den lange Zeit sehr milden Herbst eine zusätzliche Generation Buchsbaumzünsler auf den Weg gebracht wurde. Die Tiere überwinterten und hatten im Frühjahr ziemlich großen Hunger. Dementsprechend sehe der Buchswald im Moment aus, mein Markus Dischinger.

2010 hatte es schon einmal eine außerordentliche Vermehrung gegeben, seither hatte sich aber ein Gleichgewicht eingestellt, das auch Boris Krause feststellen konnte, der Vorsitzende des BUND und Vertreter des Nabu in Grenzach-Wyhlen, der seit Jahren den Zustand der Buchsbäume in einem Monitoringverfahren betrachtet. Er hat bislang die aktuell größeren Schäden in Grenzach ausgemacht. Allerdings sei der Druck im Frühjahr auch in Wyhlen angestiegen. In Grenzach im Bereich des Otto-Jäggi-Weges habe der Buchs „spektakulär ausgetrieben“ gehabt, dort seien nun besonders große Fraßschäden zu beklagen. Markus Dischinger hat bei seinem gestrigen Besuch im Wald vornehmlich Falter gesehen, die gerade ausfliegen und Eier legen. An einzelnen Buchsbäumen könne man noch grünen Austrieb erkennen, zum großen Teil aber sei viel Buchs weggefressen.

„Im Prinzip ist in diesem Frühjahr das, was sich zuvor regeneriert hatte, dem Zünsler wieder zum Opfer gefallen“, sagt der Revierförster. Allerdings gebe es kleinflächig große Unterschiede zu erkennen: Eine Fläche könne vollkommen braun sein, während etwas weiter grüne Triebe beim Buchs auszumachen seien. Die Frostperiode Ende April hat den Zünslern jedenfalls wohl kaum geschadet.

Die Tiere verbringen den ganzen Winter im Raupenstadium und können selbst längere Kälteperioden überstehen, wie Boris Krause festgestellt hat. Krause denkt, dass die Kälte den Tieren im Falterstadium hätte gefährlich werden können, aber als Raupen seien sie gegen die Kälte gefeit. Wie es weitergeht in diesem Jahr, bleibt abzuwarten, so Dischinger. Bisher habe auch eine plötzliche Dynamik in der Vermehrung des Zünslers in jedem Jahr eine Unterbrechung erfahren. Man kenne nur noch nicht die Gründe dafür.

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