"Es wäre an der Zeit, dass das Land sich von einem Großteil seiner Beteiligungen trennt und damit Schulden tilgt", forderte der stellvertretende Landesvorsitzende und Vize-Präsident des Bundesverbandes, Zenon Bilaniuk. Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne), der Aufsichtsratsvorsitzender bei Rothaus ist, wies diese Forderung umgehend und scharf zurück.
„Wir werfen die hochwertige, renommierte und weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus angesehene regionale Marke Rothaus nicht irgendwelchen Biermultis im den gierigen Rachen“, sagte Bonde, der den Vorschlag als eine „Schnapsidee“ bezeichnete. „Angesichts der Millionensummen, die diese hervorragend laufende Brauerei Jahr für Jahr fürs Land Baden-Württemberg erwirtschaftet, wäre ein Verkauf ökonomisch betrachtet blanker Unfug“, zürnte er.
So schreibe Rothaus Gewinne und würde bei einem Verkauf einen guten Preis erzielen. Es gebe keine Notwendigkeit dafür, dass das Land an einer Brauerei beteiligt sei, meinte Bilaniuk. Damit bestünde dann auch nicht die Gefahr, dass Politiker, quasi als Belohnung, auf Chefposten gehievt würden, sagte Bilaniuk. Im Jahr 2004 hatte für große Diskussionen gesorgt, dass die damalige CDU/FDP-Landesregierung die Spitzenämter in der Staatsbrauerei Rothaus und der Staatlichen Toto-Lotto GmbH mit ausgeschiedenen CDU-Ministern besetzte: mit Ex-Innenminister Thomas Schäuble und Ex-Sozialminister Friedhelm Repnik.
Sie sorgt immer wieder für Schlagzeilen und ist im Land fest verankert: die Brauerei Rothaus.

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