Grafenhausen Petra Pauls widmet Grafenhausen einen Roman

Historischer Roman als Hommage an ihren Wohnort Grafenhausen

Stolz präsentieren Bürgermeister Christian Behringer, Autorin Petra Pauls-Gläsemann und Sebastian Stiegeler von der Touristinfo den Roman „Der Galgenbuck“.
Stolz präsentieren Bürgermeister Christian Behringer, Autorin Petra Pauls-Gläsemann und Sebastian Stiegeler von der Touristinfo den Roman „Der Galgenbuck“. | Bild: Edinger

Es kommt nicht oft vor, dass Schriftsteller ein Werk ihrem Wohnort widmen und außerdem auf ihr Honorar verzichten. Noch ungewöhnlicher ist, wenn der Autor erst seit ein paar Jahren dort lebt. Petra Pauls stammt aus Herne/Westfalen und hat Grafenhausen zum zentralen Inhalt ihres historischen Romans „Der Galgenbuck“ gemacht. „Das ist eine Hommage an Grafenhausen“, erzählt sie und betont, dass sie diesen Schwarzwaldort bekannter machen möchte. „Für mich ist hier der Himmel auf Erden.“

Der Zufall wollte es, dass sie inzwischen hier lebt. Via Internet suchte sie einen Tanzpartner. Damals lebte sie in Freiburg. Ein Mann aus Grafenhausen meldete sich, der Weg war ihr aber zunächst zu weit. Bis sie mit ihrer Tochter dort Urlaub machte und gleich von den Menschen und der Landschaft begeistert war. „Ich wollte feststellen, ob ich hier leben kann“, erzählt sie. Heute ist sie längst in Grafenhausen angekommen, vor zwei Wochen hat sie geheiratet und heißt nun Pauls-Gläsemann.

Ihr beruflicher Werdegang hat einige Wendungen genommen, ehe sie sich als Autorin etablierte. Die Erzieherin arbeitete als freie Mitarbeiterin bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). 1986 erschienen ihre ersten Kinderbücher, später schrieb sie Kurzgeschichten und 2001 erschien ihr erster Roman „Levitikus“. Die Idee zum aktuellen Werk „Der Galgenbuck“ kam ihr beim Schmökern in einer Basler Buchhandlung, wo sie einen Band über Mythen des Schwarzwalds entdeckte. Davon war sie offenbar so beeindruckt, dass ihr Kopfkino anfing zu laufen: „Ich träume meine Geschichten“, verrät sie bei der Vorstellung ihres Romans im Haus des Gastes. Und als sie im Oktober 2009 nach Grafenhausen zog, wurde sie immer mehr von den Menschen um sie herum inspiriert. „Die Mentalität ist hier anders als in anderen Regionen, es ist besonderer Menschenschlag“, erzählt die Autorin, die diese Geschichte „anders aufbaut als übliche Romane“.

Die Recherchen dafür begannen bei Angelika Heller im Grafenhausener Rathaus, führten sie auch nach Schaffhausen. Bei ihren Nachforschungen lieferte ihr das Buch von Edmund Schenk: „Aus der Geschichte der Vogtei und Gemeinde Grafenhausen im Hochschwarzwald“ wichtige Informationen. Erzählt wird im Roman die Geschichte einer Zimmermannsfamilie aus Münster, die 1522 religiöse Freiheit in der Schweiz sucht und die es schließlich in den Schwarzwald verschlägt.

„Grafenhausen ist für mich der Nabel der Welt, aber es ist schon etwas Besonderes, wenn einer Gemeinde ein Roman gewidmet wird“, sagt ein stolzer Bürgermeister Christian Behringer.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Grafenhausen
Grafenhausen
Grafenhausen
Grafenhausen/Ühlingen-Birkendorf
Grafenhausen
Grafenhausen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren