Gemeindeassistentin Sonja Weißenberger fühlt sich wohl in der Seelsorgeeinheit „Oberes Schlüchttal.“
Sonja Weißenberger ist seit September Gemeindeassistentin in der Seelsorgeeinheit Oberes Schlüchttal. Sie erzählt von ihren bisherigen Erfahrungen
War es schon immer Ihr Traum Gemeindereferentin zu werden?
Ursprünglich war ich Bankkauffrau. Nach der Elternzeit wollte ich wieder arbeiten, wollte aber nicht in den alten Beruf zurück. Aufgrund verschiedener ehrenamtlicher kirchlicher Tätigkeiten in Erzingen wie Lektorendienst, Firmbegleiterin, Sängerin im Kirchenchor usw. entwickelte sich die Idee, einen kirchlichen Beruf zu ergreifen.
Wie sieht die Ausbildung zur Gemeindereferentin aus?
Die Ausbildung findet innerhalb der Erzdiözese Freiburg Praxis begleitend statt, verbunden mit einem Fernstudium in Würzburg. Ausbildungsbereiche sind Liturgie, Religionspädagogik und Pastoralliturgie. Dazu gehören auch ein berufspraktisches Jahr und eine zweijährige Berufseinführung als Gemeindeassistentin.
Was sind Ihre Tätigkeitsfelder?
Dienstags und donnerstags unterrichte ich Religion an der Schlüchttal-Schule in Grafenhausen und Ühlingen, was mir großen Spaß macht. Insgesamt unterrichte ich 70 Schüler in vier Klassen. Das Namenlernen hat eine Zeit gedauert, doch jetzt hab' ich sie drin. Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind die Wortgottesdienste. Ich bin positiv überrascht, dass sie so gut angenommen werden. Außerdem habe ich das neue Konzept für die Durchführung der Erstkommunion erarbeitet.
Gab es auch Befürchtungen, bevor Sie den Dienst in Grafenhausen antraten?
Einzig der Winter im Schwarzwald bereitete mir etwas Sorgen. Natürlich sind die Fahrten von Erzingen relativ lange. Aber ich genieße die Natur unterwegs und gerade der Herbst bescherte mir in Grafenhausen sehr schöne Tage.
Ist Ihr Beruf als Gemeindeassistentin eine große Umstellung im Vergleich zu ihrem früheren Leben?
Anfangs war es schon eine Umstellung. Plötzlich sind die Wochenenden mit Terminen belegt. Auch die Rolle als Leiterin eines Wortgottesdienstes war für mich neu.
Wie ist die Zusammenarbeit mit Ihrem Chef Pfarrer Thomas Fritz?
Ich fühlte mich von Anfang an sehr gut aufgenommen. Alle Termine spreche ich natürlich mit ihm ab. Auch theologisch sind wir auf der gleichen Wellenlänge, was die Zusammenarbeit zusätzlich erleichtert.
Wie lange arbeiten Sie pro Woche?
Normalerweise arbeite ich 40 Stunden. Nachmittags bin ich unter der Woche in meinem Büro im Pfarrhaus in Grafenhausen. Ich könnte noch viel mehr arbeiten, aber mein Chef sagt dann auch mal: „So jetzt ist Feierabend!“ Wichtig sind auch Auszeiten, damit das Familienleben nicht zu kurz kommt.
Welche Sätze passen am besten zu Ihrer Zwischenbilanz?
Ich bin willkommen und freundlich aufgenommen worden. Bei Fragen reagiert jeder mit Verständnis. Mir geht es wirklich gut und ich liebe die Vielfalt, die diese Aufgabe mit sich bringt. Es gibt hier viele Ehrenamtliche, die aktiv den Glauben leben und weitergeben. Das ist mit der größte Schatz, den man haben kann.
Fragen: Patrick Burger